Rollerausflug

Das Wetter hatte sich beruhigt, die Sonne schien, es wehte kaum ein Lüftchen. So schwangen wir uns frühzeitig auf unseren Roller, genannt Scooty. „Rollerausflug“ weiterlesen

Alles für 8 Euro

In Spanien ist jedes Restaurant verpflichtet, ein Menu anzubieten.

Hier in Puerto de las Nieves auf Gran Canaria folgten wir dem Tipp unserer deutschen Bekannten, im Restaurant Dedo De Dios das Essen zu probieren. Bereits um 13 Uhr war es schon gut besucht.

Wir ließen uns unser Menu in aller Ruhe schmecken, denn mit Vorspeise (Salat oder Suppe), Hauptgericht (Fisch, Huhn, Fleisch) und Desert (Eis oder Kuchen) sowie einem Getränk dazu (Wasser, Wein, Bier) hatten wir vollauf zu tun.

Und das alles für 8 €!

Als wir uns (endlich o:)) erhoben, standen schon die nächsten Gäste bereit, unseren Tisch zu erobern.

 

Alles Banane

Das Wetter, das heißt Wind und Regen, hatte sich etwas beruhigt. Außerdem wollten wir nicht den ganzen Tag nur rumsitzen. Also unternahmen wir mit Scooty einen Ausflug. Wir verbanden das Angenehme mit dem Nützlichen.

Wir wussten, dass es in Gáldar einen LIDL gibt und dort unseren geliebten Rotwein „El Ratino“. Letztlich füllten wir unser Hardtop mit etlichen nützlichen Sachen wie 2 Flaschen von diesem köstlichen Nass, einer Doppelpackung Chips etc.

Da es einen Weg bei uns nicht zweimal gibt, nahmen wir die Route durch Bananenplantagen.

Wir hatten Glück und entdeckten  ein offenes Tor. Natürlich konnten wir nicht widerstehen hinein zu gucken.Wir hielten an uns und fotografierten nur, aber ernteten nicht.

Klein aber fein – so könnte man die Eigenschaften der Plátanos zusammenfassen. Die kanarische Banane ist deutlich kleiner als die aus Übersee, hat dafür aber einen unvergleichlich würzigeren und süßeren Geschmack. Während im tropischen Klima Südamerikas Bananen nur drei Monate an der Staude verbleiben und dann – meist im unreifen Zustand geerntet – wochenlang im Transport unterwegs sind, haben die Plátanos im subtropischen kanarischen Klima ganze 6 Monate lang Zeit zum Reifen.

Durch die  Konkurrenz aus Mittelamerika war die Produktion rückläufig und die Preise fielen seit 1980 immer weiter in den Keller.  Vielerorts sieht man die hässlichen Plastikplanen, um den Wachstumsprozess zu verlängern. Diese sind nicht schön anzusehen und verschandeln zusehends das Bild der Insel. Seit ein paar Jahren gibt es auch alternativ bewirtschaftete Bananenplantagen vorwiegend durch deutsche und schweizerische Betreiber. Auf den schattigen und feuchten Böden unter den Bananen werden verschiedene Gemüsesorten angebaut. So entsteht eine perfekte Symbiose, denn die subtropische Frucht mag es feucht und verschlingt immense Wassermengen. Bis zur Ernte von einem Kilogramm Bananen werden ganze 1000 Liter Wasser benötigt!

Diese Staude hatte es hinter sich.

Wir kamen an vielen ehemaligen Plantagen vorbei. Das Gelände überlässt man einfach dem Schicksal bzw. dem Zahn der Zeit.

Wetterunbill

Wir waren enttäuscht vom gestrigen Abendhimmel, der eigentlich schönes Wetter vorhersagte, denn heute war das Wetter überhaupt nicht „kanarenlike“. Morgens konnten wir gar nichts von der Umgebung sehen.Zudem war es ziemlich windig, die Tagestemperatur kam über 17° nicht hinaus.

Erst am späten Nachmittag hörte der Regen auf, die Sonne zeigte sich recht zaghaft.

Also drehten wir eine kleine Runde durch Puerto de las Nieves. Auf der Mole konnten wir die starke Brandung beobachten.

Wir hatten gesehen, dass Fred.Olson Express auch Busse und LKWs transportiert – warum dann nicht auch Wohnmobile?

Das wollten wir ergründen und siehe da, KNUT und wir können auch von hier nach Teneriffa übersetzen; dauert ca. 60 Minuten und kostet rd. 110 €. Mal sehen ob es billiger wird, wenn wir als Seniors reisen …

Am Strand entdeckten wir nun auch öffentliche Toiletten, die abends nicht abgeschlossen wurden, und 2 Duschen. Ist also alles da was gebraucht wird.

Für morgen plan(t)en wir einen längeren Ausflug mit dem Roller. Die Wetterprognose sieht aber nicht günstig aus. Neben Regen soll es auch recht stürmisch werden. Es wurde eine Sturmwarnung von ca. 80 km/h herausgegeben. Heftiger Wind schüttelte KNUT bereits am Abend kräftig durch …

Kanarisches Flair

Die am 11. Januar versuchte Kontaktaufnahme mit dem Besitzer des privaten Stellplatzes für Wohnmobile setzten wir am nächsten Tag – erfolglos – fort. Weder die Bemühungen von Sandra aus der Tourist Info noch der Versuch einer persönlichen Vorsprache – zusammen mit unserem WoMo-Nachbar Kurt – waren von Erfolg gekrönt. Peter und Kurt diskutierten über das unmögliche ablehnende Verhalten des Platzinhabers.So blieben wir eben auf „unserem“ Parkplatz.

Heute nun sollte es regnen, zum Glück jedoch nicht den ganzen Tag, denn gegen Mittag klarte es auf und die Sonne zeigte sich. Deshalb machten wir uns auf, den sonntäglichen Markt zu erkunden. Der war überschaubar bestückt mit einigen Ständen, die Handwerkliches zum Kauf anboten.

Gleichzeitig fand vor der Kirche ein Konzert mit spanischer Musik statt, wovon wir den ersten zwei Liedern lauschten.

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Agaete. Agaete, als Ort sowie als Gemeinde, ist ein Abbild der traditionellen Bauweise auf der kanarischen Insel Gran Canaria. Typisch sind in diesem malerischen Städtchen, die schmalen Gassen und kleinen gepflegten Häusern an der Plaza de la Constitución. Hier fallen die geschnitzten Details an Balkonen und Türen auf. In kleinen Geschäften und auf Märkten kann man schöne handwerkliche Erzeugnisse kaufen und echte kanarische Spezialitäten kosten. Wie zum Beispiel die verschiedensten Fisch- oder Käsesorten. Die Beschreibungen in den Reiseführern traf zu: Hier „wimmelte“ es nur so von Einheimischen, nur wenige fremde Sprachen waren zu hören. Wir genossen in einem Straßencafe das Flair dieses Ortes bei einem Cerveza del Barril und Cafe con Leche.

Die Speisekarte sorgte bei uns für Erheiterung, denn für Papas Arrugada lautete die deutsche Übersetzung „zerknitterte Kartoffeln“ oder für Saquitos y Twister de Langostinos „säcke und shrimp twister“. Interessant wäre wahrscheinlich auch gewesen, die „abwechslungsreichen Kroketten“ zu probieren.Wir hätten aber auch „Tee oder Aufgüsse“ haben können o:).

Um nicht den direkten Heimweg anzutreten, besuchten wir noch den Huerto de las Flores, den Blumengarten. Nahe des Kirchplatzes liegt der herrliche Garten mit einheimischen sowie subtropischen Gewächsen, den bereits in früheren Zeiten die Künstler und Schriftsteller der Gegend zu schätzen wussten.

Durch den Barranco del Agaete traten wir den Rückweg an. „Unser“ Parkplatz war inzwischen gut gefüllt. Jetzt verstanden wir auch, warum uns der Parkwächter gebeten hatte, umzuparken und uns längs hinzustellen. Allerdings hatte ein PKW so dicht an KNUT geparkt, dass er ganz knapp am Roller stand.

Wir vermuteten schon, dass nur eine Frau so was hin bekommt. Weit gefehlt! Auch ein Mann kann das!

Der Abendhimmel zeigte sich von seiner besten Seite. Wir vermuteten, dass es morgen ein schöner sonniger Tag wird.

 

Puerto de las Nieves

Unser heutiges Ziel hatten wir bereits im Januar 2012 bereist.

Damals noch als Pauschaltouristen mittels eines Busausflugs von Las Palmas aus. Wir waren sehr gespannt, ob und natürlich was wir wieder erkennen würden.

All zu viel hatte sich in den 6 Jahren nicht verändert, jedenfalls was die Promenade und Restaurants angeht.

Die heutige Nacht verbrachten wir auf einem großen Parkplatz mit Sicht aufs Meer.

In der Tourist Info erkundigten wir uns nach einem anderen Stellplatz, auf dem wir es ca. 14 Tage aushalten könnten. Die Damen waren sehr bemüht, uns den Kontakt zu einem Privatmann herzustellen, auf dessen Grundstück wir ggf. stehen könnten.

Da die Person nicht zu erreichen war, müssen wir morgen nochmals vorsprechen.