Augen zu und durch

Unsere Devise heute: Augen zu und durch. Mussten wir ja auch, wollten wir am  1. Advent Cadiz erreichen.

Solche morgendlichen Temperaturen wirken nicht gerade anregend.

Normalerweise wären wir liegen geblieben, derzeit müssen wir aber stark sein und auf derartige Annehmlichkeiten verzichten.   

Der 2. Reisetag glich dem ersten von gestern: Es regnete „von vorn bis hinten“.  Trotz Regens schossen wir die Fotos vom Stellplatz, denn gestern war es dazu ja schon zu dunkel.

Unser Brauchwasser und die Toilette entsorgten wir vor der Abfahrt an der Ver- und Entsorgungsstation. Auch zapften wir Frischwasser für unsere Flaschen – alles für „lau“.

Heute war es wieder ein langer Törn mit fast 450 Kilometer. Das artet richtig in Arbeit aus, weil wir eigentlich nur cruisen gewöhnt sind und solche Strecken nicht am Stück fahren. Peter ist zu bewundern, dass er das so klaglos erledigt – eben ein echter „Kapitän der Landstraße“.

 

Es geht los

27. November: DER Tag unserer geplanten Abreise war gekommen. Da wir schon für 10 Uhr Termin mit unserer „Haushüterin“ zur Schlüsselübergabe etc. vereinbart hatten, mussten wir uns ganz schön sputen. Die Zeit für ein gemütliches Frühstück gönnten wir uns aber.

Heute waren nur letzte „Feinheiten“ abzuarbeiten: Unsere Fahrräder stellten wir in die Wohnung, Speedy parkten wir in der Garage.

Voll Schrecken stellten wir fest, dass in KNUT der Frostwächter angesprungen war; ein Zeichen dafür, wie kalt es war. Dadurch waren etliche Liter Frischwasser ungewollt rausgelaufen. Also hieß es noch mal nachfüllen.

Als Letztes lasen wir noch alle Strom- und Wasserzähler ab und legten den Haupt-Sicherungsschalter um.

Dann zogen wir die Wohnungstür hinter uns zu und starteten KNUT.

Die Wetterprognose war nicht berauschend: Kalt und Regen. So sollte es auch den ganzen Tag über bleiben.

Peter lenkte KNUT souverän über die Autobahn mit sog. LKW-Hopping, denn stellenweise fuhr ein LKW hinter dem anderen – also nicht sooo angenehm.

Der helle Streifen am Horizont war trügerisch.

 

 

 

 

Dass wir die Grenze zu Frankreich passierten bemerkten wir kaum; lediglich ein kleines Schild „Douane“ wies zwischen Baustellenschildern darauf hin.

Mit zwei kleinen Pausen erreichten wir ziemlich spät unser heutiges Ziel  – den Stellplatz in Belfort. Ein großer Parkplatz mit markierten Plätzen für Wohnmobile.

Da es immer noch regnete blieben wir „zu Hause“ und widmeten uns ganz profanen Dingen wie Abendessen, Fernsehen und später arbeiten an den Laptops – es gibt eben immer etwas zu tun o:)

Endspurt

Am Samstag und Sonntag (25. und 26. November) befanden wir uns im Endspurt der Vorbereitungen. Es hieß packen. So liefen wir wie Arbeitsameisen hin und her.

Begleitet wurden unsere Aktivitäten von kühlen Temperaturen und Schneeschauern, wovon wir uns aber nicht abhalten ließen.

Eva hatte im Laufe der Woche bereits die Betten bezogen, frische Handtücher aufgehängt und die „festen“ Küchengerätschaften in KNUT verstaut.

Der Kühlschrank-Inhalt wurde von hier nach da geräumt, das Büro wurde in KNUT wieder eingerichtet, ebenso die Technik. Wir sind immer wieder erstaunt, auf wie viele Sachen wir auch unterwegs nicht verzichten wollen …

Das größte Problem war unser Zelt, das wir ja erstmalig in der Heckgarage verstauen wollten, eigentlich ja auch mussten, denn woanders war kein Platz dafür. Peter musste sich arg plagen, aber irgendwie kriegte er  es hinein.

    

 

 

Werbung muss sein

Werbung muss sein. Deshalb hatten wir den Aufkleber „www.kanarenbuch.de“ bestellt. Heute machten wir uns daran, ihn an der Rückwand von KNUT anzubringen. Dazu mussten wir KNUT erst einmal vom Schmutz befreien, den er auf unseren Fahrten nach Heusenstamm (Stichwort Lammfell-Sitzbezüge) „eingesammelt“ hatte.

 

Da KNUT ja rundrum sehr schmutzig war und wir gerade so schön dabei waren, setzte Peter an allen Seiten die Waschbürste an.

 

 

 

Für das Transparent
nahmen wir erst einmal Maß. 

 

 

 

 

 

Dann war es geschafft: Das Transparent war dran – aber irgendwie schief;
aber das bleibt jetzt so!

Die Qualitäts- / Endkontrolle oblag Eva. 

KNUT mag’s kuschelig …

… aber eigentlich Peter. Alles Sträuben von Eva half nichts: Peter setzte sich durch, es wurden echte Lammfell-Sitzbezüge für alle Sitzgelegenheiten gekauft. Heute am 17. November holten wir sie ab.

Der Chef persönlich, Herr Reissner jun. montierte sie.

Peter machte gleich mal die Sitzprobe und war hochauf zufrieden: Ja, so habe ich mir das vorgestellt!

 

Vorzelt die 2.

der Tunnel

Wir wollten es wissen: Schaffen wir den Aufbau des Vorzelts -wie im Prospekt beschrieben- in 5 Minuten? Eine Regenlücke am grauen Himmel verleitete uns, heute dieses Experiment zu wiederholen. KNUT hatten wir schon so geparkt, dass wir das Zelt aufbauen konnten.
Es erwies sich, dass der Aufbau selbst zu Zweit nicht in 5 Minuten zu schaffen ist; hinderlich war auch die Temperatur um 0 ° und damit verbunden kühle bis kalte Hände.
Zum Aufblasen der „tragenden“ Teile versuchten wir, einen kleinen Staubsauger einzusetzen. Das war aber nicht so prickelnd, der wollte nicht „mitspielen“, das Saug-/Pusterohr fiel immer wieder ab und lieferte auch nicht genügend Luft. Also zurück zur Standpumpe.

Endlich stand das Zelt nach einer gefühlten Ewigkeit, mindestens aber 1 Stunde.geschafft – es steht!


Durchgefroren versuchten wir, aus dem Ganzen ein Paket zu „schnüren“, das wir gut in KNUT verstauen könnten. Dies gelang einigermaßen, in die eigentlich dafür vorgesehene Kiste passte das Zelt aber nicht rein; dafür verstauten wir darin alle Kleinteile wie Tunnel, Luftschläuche, Rückenteil, Luftpumpe, Heringe sowie „Teppich“.
Dann Deckel zu und nix wie rein in die warme Stube. Wir hoffen nun, dass alles viel einfacher und schneller geht, wenn wir erst einmal in wärmeren Gefilden unter südlicher Sonne sind. Zum Glück werden wir das Zelt nicht jeden Tag aufbauen sondern nur, wenn wir längere Zeit an einem Ort stehen.

Die Sache mit dem Vorzelt

1. Aufbau-Versuch

Endlich war es da: Unser Anfang Oktober bestelltes Luft-Vorzelt war da. Luft-Vorzelt? Fragt sich wohl jeder, was ist das? Wir hatten es ausgesucht, weil es zum Aufbau keine Stangen benötigt und weil es mit 25 kg ein Leichtgewicht ist. Apropos Stange: Es wurde eine Stange mitgeliefert. Wir konnten uns nicht vorstellen, wozu die gut sein sollte. Später stellte sich heraus, dass sie für UNSER Zelt nicht notwendig ist. „Die Sache mit dem Vorzelt“ weiterlesen