Kanarisches Flair

Die am 11. Januar versuchte Kontaktaufnahme mit dem Besitzer des privaten Stellplatzes für Wohnmobile setzten wir am nächsten Tag – erfolglos – fort. Weder die Bemühungen von Sandra aus der Tourist Info noch der Versuch einer persönlichen Vorsprache – zusammen mit unserem WoMo-Nachbar Kurt – waren von Erfolg gekrönt. Peter und Kurt diskutierten über das unmögliche ablehnende Verhalten des Platzinhabers.So blieben wir eben auf „unserem“ Parkplatz.

Heute nun sollte es regnen, zum Glück jedoch nicht den ganzen Tag, denn gegen Mittag klarte es auf und die Sonne zeigte sich. Deshalb machten wir uns auf, den sonntäglichen Markt zu erkunden. Der war überschaubar bestückt mit einigen Ständen, die Handwerkliches zum Kauf anboten.

Gleichzeitig fand vor der Kirche ein Konzert mit spanischer Musik statt, wovon wir den ersten zwei Liedern lauschten.

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Agaete. Agaete, als Ort sowie als Gemeinde, ist ein Abbild der traditionellen Bauweise auf der kanarischen Insel Gran Canaria. Typisch sind in diesem malerischen Städtchen, die schmalen Gassen und kleinen gepflegten Häusern an der Plaza de la Constitución. Hier fallen die geschnitzten Details an Balkonen und Türen auf. In kleinen Geschäften und auf Märkten kann man schöne handwerkliche Erzeugnisse kaufen und echte kanarische Spezialitäten kosten. Wie zum Beispiel die verschiedensten Fisch- oder Käsesorten. Die Beschreibungen in den Reiseführern traf zu: Hier „wimmelte“ es nur so von Einheimischen, nur wenige fremde Sprachen waren zu hören. Wir genossen in einem Straßencafe das Flair dieses Ortes bei einem Cerveza del Barril und Cafe con Leche.

Die Speisekarte sorgte bei uns für Erheiterung, denn für Papas Arrugada lautete die deutsche Übersetzung „zerknitterte Kartoffeln“ oder für Saquitos y Twister de Langostinos „säcke und shrimp twister“. Interessant wäre wahrscheinlich auch gewesen, die „abwechslungsreichen Kroketten“ zu probieren.Wir hätten aber auch „Tee oder Aufgüsse“ haben können o:).

Um nicht den direkten Heimweg anzutreten, besuchten wir noch den Huerto de las Flores, den Blumengarten. Nahe des Kirchplatzes liegt der herrliche Garten mit einheimischen sowie subtropischen Gewächsen, den bereits in früheren Zeiten die Künstler und Schriftsteller der Gegend zu schätzen wussten.

Durch den Barranco del Agaete traten wir den Rückweg an. „Unser“ Parkplatz war inzwischen gut gefüllt. Jetzt verstanden wir auch, warum uns der Parkwächter gebeten hatte, umzuparken und uns längs hinzustellen. Allerdings hatte ein PKW so dicht an KNUT geparkt, dass er ganz knapp am Roller stand.

Wir vermuteten schon, dass nur eine Frau so was hin bekommt. Weit gefehlt! Auch ein Mann kann das!

Der Abendhimmel zeigte sich von seiner besten Seite. Wir vermuteten, dass es morgen ein schöner sonniger Tag wird.

 

Author: Eva Schreiber

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