Alles Banane

Das Wetter, das heißt Wind und Regen, hatte sich etwas beruhigt. Außerdem wollten wir nicht den ganzen Tag nur rumsitzen. Also unternahmen wir mit Scooty einen Ausflug. Wir verbanden das Angenehme mit dem Nützlichen.

Wir wussten, dass es in Gáldar einen LIDL gibt und dort unseren geliebten Rotwein „El Ratino“. Letztlich füllten wir unser Hardtop mit etlichen nützlichen Sachen wie 2 Flaschen von diesem köstlichen Nass, einer Doppelpackung Chips etc.

Da es einen Weg bei uns nicht zweimal gibt, nahmen wir die Route durch Bananenplantagen.

Wir hatten Glück und entdeckten  ein offenes Tor. Natürlich konnten wir nicht widerstehen hinein zu gucken.Wir hielten an uns und fotografierten nur, aber ernteten nicht.

Klein aber fein – so könnte man die Eigenschaften der Plátanos zusammenfassen. Die kanarische Banane ist deutlich kleiner als die aus Übersee, hat dafür aber einen unvergleichlich würzigeren und süßeren Geschmack. Während im tropischen Klima Südamerikas Bananen nur drei Monate an der Staude verbleiben und dann – meist im unreifen Zustand geerntet – wochenlang im Transport unterwegs sind, haben die Plátanos im subtropischen kanarischen Klima ganze 6 Monate lang Zeit zum Reifen.

Durch die  Konkurrenz aus Mittelamerika war die Produktion rückläufig und die Preise fielen seit 1980 immer weiter in den Keller.  Vielerorts sieht man die hässlichen Plastikplanen, um den Wachstumsprozess zu verlängern. Diese sind nicht schön anzusehen und verschandeln zusehends das Bild der Insel. Seit ein paar Jahren gibt es auch alternativ bewirtschaftete Bananenplantagen vorwiegend durch deutsche und schweizerische Betreiber. Auf den schattigen und feuchten Böden unter den Bananen werden verschiedene Gemüsesorten angebaut. So entsteht eine perfekte Symbiose, denn die subtropische Frucht mag es feucht und verschlingt immense Wassermengen. Bis zur Ernte von einem Kilogramm Bananen werden ganze 1000 Liter Wasser benötigt!

Diese Staude hatte es hinter sich.

Wir kamen an vielen ehemaligen Plantagen vorbei. Das Gelände überlässt man einfach dem Schicksal bzw. dem Zahn der Zeit.

Author: Eva Schreiber

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