2018 0402 Wir fahren von Valle Gran Rey nach Vallehermoso

Tag 127 – Montag, 2. April 2018
Von Valle Gran Rey nach Vallehermoso mit dem Wohnmobil

Nach 2 Tagen waren wir nach unserem Dafürhalten lange genug die Attraktion des Ortes, sprich der Promenade, denn „was ist VB?“. Erstaunlich, wie viele Menschen – wahrscheinlich Deutsche – sich für unser Kennzeichen interessierten.Peter verschickte  unseren März-Newsletter in Etappen, da wir über unseren Provider nur max. 25 E-Mails in 5 Minuten versenden dürfen. Mittlerweile haben wir über 170 Abonnenten.

Peter entwickelt sich dabei zum richtigen Texter:
MoinMoin, wir haben nun mittlerweile die vorletzte Station auf unserer Kanaren-Inselhopping-Tour erreicht: La Gomera. Ihr müsst euch diese Insel wie einen riesigen Kegel vorstellen. Wasser und Wind haben tiefe Kerben in das Gestein gegraben. Diese 53 Schluchten verlaufen fächerförmig vom Gipfel zum Meer. Dadurch können wir nicht wie auf den anderen Inseln eine Rundfahrt machen, sondern müssen die Schluchten – sofern es eine Straße gibt- immer von oben nach unten und wieder zurück erkunden. Ist schon spannend. Wer sich regelmäßig über unsere Erlebnisse informieren möchte, kann das in unserem Blog auf www.kanarenbuch.de tun. Einzelheiten zu unseren Erlebnissen im März findet ihr in unserem Newsletter unter dem folgenden Link:http://evapeter.de/Dokumente/Newsletter/201803_FB-Newsletter.pdf.
Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen unseres Newsletters
Eva & Peter gen. Kanarienvögel“

Anmerkung: Interesse, 1 x im Monat „Neues von Eva und Peter“ zu erfahren? Sende bitte eine entsprechende Mail an newsletter@evapeter.de.

Dann konnten wir endlich starten. Als erstes fuhren wir zu der Stranddusche am Playa La Puntilla, die wir entdeckt hatten; 6 Gießkannen musste Peter einfüllen.

Es gab sie noch, die Blumenkinder, inzwischen allerdings schon etwas in die Jahre gekommen und bequem mit dem Fahrrad unterwegs.

Im Zentrum kamen wir an einer Wäscherei vorbei, leider kein „Autoservicio-Waschsalon“.

Jetzt mussten wir nur noch unsere Toilette leeren und unser Abwasser los werden. Dafür hatten wir oberhalb des Sportplatzes am Playa del Inglés eine geeignete Stelle gefunden. Die Möglichkeit zur Toilettenentleerung war nicht leicht zu entdecken; wir kundschafteten das gestern während unseres Spaziergangs aus und fanden den entsprechenden Deckel. Der Weg dorthin führt an der Sackgasse vorbei … … über eine enge Straße ….. am Heli-Landeplatz vorbei …… bis zum letzten Gebäude am rechter Hand gelegenen Sportplatz.

Aus Valle Gran Rey führt ja nur eine Straße – die GM-1 – raus. Wir mussten somit den gleichen Weg nehmen wie wir gekommen waren, nur dieses Mal hoch, hoch, hoch.

Zarte Blütenpracht zwischen all dem Grün am Straßenrand.

Wir sahen mehr Palmen als Bananenplantagen. Kein Wunder: Auf La Gomera gibt es mehr kanarische Palmen als auf allen anderen Inseln zusammen!

Für diese Palme hat man extra einen Sockel stehen lassen.

Wir befanden uns immer noch im Valle Gran Rey. Überall sahen wir die terassenförmig angelegten Felder.

Bei einem Blick zurück konnten wir die Ausmaße dieses Tals sehr gut erkennen.

Der Mirador de la Curva del Queso befand sich heute auf der richtigen Straßenseite, um problemlos dort parken zu können; am 31. März hatten wir wegen der unübersichtlichen Parkmöglichkeit nicht angehalten. GPS: 28.114922598917, -17.321072035654. Lustige Übersetzung von http://lagomera.travel/en/cat/viewpoints: „Curved Käse Lookout“ die den Mirador so beschreiben: Balkon mit Blick auf ein wunderschönes Panorama auf das Tal, mit seinen beeindruckenden Schluchten und terrassierten Feldern, das Vermächtnis unserer Vorfahren.

War von dort oben tatsächlich ein wunderschöner Panorama-Blick.

Wir hatten unsere „Reisehöhe“ noch nicht erreicht, die Straße stieg weiter an.

In Arure ließen wir uns von diesem Angebot nicht aufhalten. Obwohl: www.gomeralive.de meint: Ebenso beliebt ist die Bodega Vino Tinto wo man verschiedene auf La Gomera hergestellte Weine probieren und kaufen kann.

Wir hatten sie schon vermisst auf der GM-1, die kleinen Dörfer und ihre engen Durchfahrten. Wo man sowieso nicht schnell fahren konnte, hatte man häufig „Huppel“ zur Verkehrsberuhigung angebracht.

Dieses Haus wurde ausnahmsweise abgetragen und nicht seinem Schicksal / Verfall überlassen.

Der Verkehr wurde an dieser Straßenbaustelle per Hand geregelt.

Auch hier brachte man nur eine neue Teerdecke auf, glich den Sockel jedoch nicht an, so dass häufig sehr hohe Absätze am Rand entstanden.

Durch den Stopp hatten wir Gelegenheit, einen Blick hinunter zu einem Stausee zu werfen.

Am Mirador de Alojera im Parque Nacional Garajonay gibt es eine Stellmöglichkeit. Es handelte sich jedoch nur um einen kleinen Parkplatz direkt an der Straße. Vorsicht bei der Auffahrt, am besten ohne Schwung über den kleinen Graben. Die Anreise erfolgt, sofern man nicht aus Valle Gran Rey kommt, über die Straße TF-713. Der Aussichtspunkt liegt an der westlichen der beiden Straßen, die von der TF-713 ins Valle Gran Rey führen. Von Norden kommend stößt man rechter Hand auf einen Parkplatz. Von diesem aus folgt man einem Weg 1 – 2 Minuten und gelangt so zum Aussichtspunkt.

Der Aussichtspunkt Mirador de Alojera befindet sich westlich des Garajonay-Nationalparks. Von der Aussichtsplattform blickt man hinunter in das Tal von Alojera mit dessen namensgebenden Ort. Der kleine Küstenort liegt inmitten einer felsigen Hügellandschaft. Die Schlucht wird von Felswänden umgeben, welche steil in das Meer fallen. Am Küstenabschnitt direkt unterhalb des Ortes befindet sich die Playa de Alojera. Lässt man den Blick weiter in die Ferne streifen, kann man bei gutem Wetter die Nachbarinseln El Hierro und La Palma erspähen. Quelle: http://la-gomera.gequo-travel.de

DA wollte uns unsere Navi-HEIDI runter schicken. Das muteten wir KNUT aber nicht zu, zumal der Weg dann eine Sandpiste wurde.

Jetzt fuhren wir in das Gemeindegebiet Vallehermoso ein.

Alojera ist ein Ortsteil der Gemeinde Vallehermoso im Westen der Kanarischen Insel La Gomera. Die ca. 100 Häuser von Alojera gruppieren sich weitläufig um eine Plaza auf ca. 250 m Meereshöhe mit einer kleinen Kirche einer Schule und einer Bar. Richtung Osten erhebt sich eine etwa 1000 m hohe steile Felswand. Die Straße von Vallehermoso führt über das Bergdorf Epina an zwei Windrädern und dem alten Friedhof vorbei in den ersten Ortsteil „El Mono“. Alojera ist ein Zentrum der Palmhonig-Herstellung auf der Insel La Gomera.

Auch hier standen herrliche Palmen.

Die Straße durch den Ort war wie üblich sehr schmal, meist ohne Ausweichmöglichkeit bei Gegenverkehr.

Natürlich suchten – und fanden – wir das Centro de Interpretacion der Palmhonig-Herstellung. Das war jedoch geschlossen, da gerade Bauarbeiten stattfanden.

Dann wurde es eng,  sehr eng. Zu allem Überfluss kam  uns an der engsten Stelle auch noch ein kleiner Traktor entgegen – wir kamen aber ohne Schramme aneinander vorbei.

Wirklich schön war die Landschaft hier nicht.

Wir fuhren weiter Richtung Alojera Playa. Das konnten wir von oben schon sehen.

Der Strand Playa de Alojera liegt zu Füßen des lang gestreckten Ortes im Westen von La Gomera. Gut geschützt durch Mole und Fels lädt der Strand von Alojera ein. Toll sind die Sonnenuntergänge, typisch die Gerichte in den kleinen Restaurants in der Bucht. Unterhalb des eigentlichen Ortes schließt sich der die Bucht mit dem Strand Playa de Alojera. Eine schmale, gewundene Straße am Hang führt hinunter zum Meer. Quelle: http://www.gomeralive.de

Vor der eigentlichen Fahrt hinunter zum Strand hielten wir an einem großen Platz, wo man auch gut stehen könnte, wenn man sich an dem Umfeld nicht stört.

Die schmale gewundene Straße blieb uns natürlich nicht erspart, war aber ziemlich gut zu fahren.

Wie überall auf der Insel gab es auch hier Wanderwege. So oder ähnlich sehen die meisten Routen aus.

Das war der ganze Ort Alojera Playa. Wir parkten an der Straße hinter den PKW.

Hier ging es nicht weiter. Ein Steinschlag versperrte die Straße.

Derartige Warnungen sollte man immer ernst nehmen und respektieren.

Wo früher die Fischer des Ortes wohnten, entstand in den letzten Jahren eine kleine Ansiedlung mit einigen Apartments und zwei kleinen Restaurants. Direkt neben den Häusern an der hübschen Playa erheben sich hohe Felswände.

Diese Apartment-Anlage unten am Meer hatte ihre besten Zeiten hinter sich.

Wir „inspizierten“ die Mole.

Dabei entdeckten wir auch das kleine Meerwasser-Schwimmbecken. Peter wird doch nicht etwa ????

Wir fuhren an einem Aero-Park mit 2 Windkrafträdern vorbei, wovon allerdings nur eins in Betrieb war.

Nun hatten wir es nach Vallehermoso nicht mehr weit. Auf der GM-1 kamen wir gut voran.

Die Bergwelt ist immer wieder imposant.

Die Straßenbauer haben ganze Arbeit geleistet.

Man könnte sie fast übersehen, die kleinen Stauseen zwischen den Berghängen.

Wir kamen nun in ein Weinbaugebiet.

Damit hatten wir Vallehermoso erreicht.

Die Ortsdurchfahrt ließ sich ja wieder gut an, das konnte ja heiter werden.

Hier gab es für uns keine Stellmöglichkeit. Deshalb fuhren wir weiter nach Valle Abajo, einem Stadtteil von Vallehermoso, und hofften, dort irgendwo am Strand stehen zu können.

Es ging wieder hinunter Richtung Meer und durch landwirtschaftlich genutztes Gelände.

Typisch die Ausnutzung der Hänge mittels Anbau-Terrassen.

Am Wegesrand eine „Installation“ – nur für was oder wen?

Eine Amaryllis – ganz allein an der Straße.

Man war hier überall sehr bemüht, Wissenswertes über Land und Leute anhand von Info-Tafeln zu vermitteln.

Wer weiß, wofür diese Gerätschaft benutzt wird, möge sich bitte melden.

Und dann hatten wir endlich unser Plätzchen für die Nacht gefunden.

In Vallehermoso Valle Abajo am Schwimmbad (leider geschlossen) und Meer fanden wir unseren Platz für die Nacht.

Schade um die brach liegende Badelandschaft.

Lt. Google Maps standen wir auf dem Gelände des (ehemaligen) Campingplatzes. Reste davon waren nicht zu sehen. Nur im Gebäude der Badeanstalt gab es noch einen Hinweis.

Vallehermoso ist eine der sechs Gemeinden der Kanareninsel La Gomera. Sie beherbergt 2979 Einwohner auf einer Fläche von 109,11 Quadratkilometern. Damit ist Vallehermoso nach San Sebastián die zweitgrößte Gemeinde La Gomeras.

Zunächst unternahmen wir einen Besichtigungsrundgang. Die Straße zum Castillo del Mar war durch Felsbrocken zerstört, man konnte noch die Reste der Asphaltdecke sehen.

Direkt an der Küste von Vallehermoso liegt, entworfen vom Fotografen Thomas K. Müller, das Kulturzentrum El Castillo del Mar. Er machte aus der alten Bananenverladestation ein Zentrum für Konzerte, Freiluftkino und Folkloreauftritte. Viele Waren der Insel, vor allem Bananen, wurden hier verpackt auf Dampfschiffe geladen. Im Jahr 1950 wurde das Gebäude stillgelegt. Thomas K. Müller erwarb das Castillo del Mar 1981 und ließ es restaurieren. Seit mehreren Jahren ist das Castillo del Mar wegen finanzieller Probleme und der Weigerung der Behörden, das Gebäude mit Strom zu versorgen, geschlossen.

Direkt vor der Badelandschaft befand sich das Meer mit einem schönen Strand.

Fernsehen ging, Internet war schwankend – aber immerhin.

Wenn das kein schöner Platz ist …Und damit sagen wir „Gute Nacht“.

Auf dieser Route gab es wieder viele schöne Dinge zu sehen.

 

 

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Author: Peter Colditz

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