2018 0403 Weiter ging es von Vallehermoso nach Hermigua (La Gomera)

Tag 128 – Dienstag, 3. April 2018
VWeiterfahrt von Vallehermoso Valle Abajo nach Hermigua (La Gomera)

Auf dem Weg von Vallehermoso nach Hermigua besuchten wir auch den Mirador de Abrante in Agulo. Es ist schon spektakulär, in über 600 m Höhe auf einer Aussichtsplattform mit Glasboden zu stehen.

Evas gestrige Nachtschicht dauerte bis 5 Uhr morgens. Deshalb war es nur legitim, dass sie bis 11 Uhr schlafen konnte.

Mit dem Frühstück hatten wir es nicht eilig, Peter versuchte immer noch, Anzeigen in Google Adsense bei unseren Beiträgen zu platzieren.

Eine Frau baute vor unseren Augen einen „Verkaufsstand“ mit ihrem PKW auf dem Parkplatz auf.

Natürlich waren wir neugierig, was sie im Angebot hatte. Ein bisschen skeptisch waren wir schon.

Aber wir durften das ganze Sortiment durchprobieren.

Letztlich kauften wir 2 ziemlich kleine Gläser Marmelade á 4 € – man gönnt sich ja sonst nichts.

Die Policia Local wollte nichts von uns und hielt ein Schwätzchen mit der Spanierin vom Marmeladenstand.

In Vallehermoso parkten wir neben einem Kreisverkehr. Den hatte man mit einer hölzernen Vogelfigur dekoriert.

In der Nähe des Kreisverkehrs befanden sich 3 Supermärkte SPAR, Unide, Suma. Wir entschlossen uns, im SPAR einzukaufen. Hier bekamen wir auch Palmhonig gen. Sirop de Palma für 2,95 €.  Alle Welt schwärmt ja davon, mal sehen ob wir auch ….

Auf dem Parkplatz pfiff man uns hinterher. Es war ein Lehrer für die traditionelle Pfeifsprache.Zu den Besonderheiten La Gomeras gehört die weltweit nur hier existierende Pfeifsprache der Gomeros, El Silbo, die schon von den Ureinwohnern zur Verständigung genutzt worden sein soll. Sie hat den Vorteil, auch über große Distanz gehört zu werden, was den Gomeros zu einer einfachen Verständigung über ihre weiten Täler (Barrancos) verhalf und verhilft. Die UNESCO hat El Silbo 1982 auf die Liste der zu schützenden Weltkulturgüter gesetzt. Im September 1999 hat die kanarische Inselregierung an allen Grundschulen der Insel La Gomera El Silbo als Pflichtfach eingeführt, vorher war die Pfeifsprache Wahlfach. Quelle: Wikipedia.

Große Ankündigung für einen kurzen Tunnel.

Die Warnungen vor Steinschlag entbehrten keiner Grundlage. Zum Glück waren hier die Brocken im Graben liegen geblieben.

Natürlich konnten wir auch einige Sehenswürdigkeiten nicht auslassen. So auch den Mirador de Abrante in Agulo. (Carretera del Mirador, S/N, 38890 Agulo, Santa Cruz de Tenerife, TEL 638661490). Der 7 Meter lange Skywalk kostet keinen Eintritt.

Die Anfahrt war gut ausgeschildert, ….

… änderte aber nichts an der gewagten Zufahrt.

Tröstlich bzw. beruhigend war, dass auch ein Reisebus diese Straße bewältigt hatte.

Diese gläserne Konstruktion zu betreten, war schon ein komisches Gefühl. Wir tasteten uns ganz behutsam heran, indem wir erst einmal den tollen Blick auf den Ort Agulo (unser nächste Ziel) genossen.

Beeindruckt beguckten wir uns alles erst einmal von außen.

Dann trauten wir uns doch ! Erst Peter noch etwas skeptisch ….

… dann Eva – she got it.

Schließlich prüften wir zusammen die Tragfähigkeit.

Eines der meist besuchten Highlights von La Gomera ist der Mirador de Abrante bei Agulo, im Norden der Insel. Die sieben Meter lange, komplett verglaste Plattform ragt über die rote Steilwand hinaus. Besucher, welche die freitragende, gläserne Konstruktion betreten, erleben das Gefühl als würden sie in der Luft schweben. Der im Jahr 2014 eröffnete Mirador El Abrante, erschaffen von dem Architekten Jose Luis Bermejo, liegt etwas mehr als 600 Meter über dem Meeresspiegel. Den Ausblick auf das darunterliegende Agulo und die tolle Naturlandschaft, genießt man nicht nur von dem gläsernen Aussichtspunkt, sondern auch vom Cafe mit Glasterrasse. Quelle: http://www.gomeralive.de
Technisches Detail: Dieser Überstand hat einen 10 mm dicken Glasboden und wiegt 100 kg/m2. Das Glas der Fassade und des Daches ist 12 mm dick. (Entnommen einer Infotafel auf dem Gelände).

Im umliegenden Garten bekamen wir auch endlich Aufklärung über einen Strauch, dem wir schon oft begegnet waren, aber bisher nicht zuordnen konnten.Brezo – Die Baumheide ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Heidekräuter in der Familie der Heidekrautgewächse. Die Handelsbezeichnung für das Holz der Baumheide, das im Tabakpfeifenbau und für Messergriffe verwendet wird, ist Bruyère-Holz

Die rotbraune Erde verführte ein kleines Mädchen zu einer Kletterpartie. Eine Rückfrage bei der Mutter ergab, sie sei „schmerzbefreit, aber schwer kontrollierbar“.

Hier bei dieser Kreuzung nahmen wir dieses Mal die Straße zum Centro de Visitantes  (Geöffnet: Montag bis Sonntag  und an Feiertagen 09:30 bis 16:30 Uhr) Eintritt frei.

Hier wurden wir ausführlich und eindringlich über den Parque Nacional de Garajonay, den verheerenden Brand 2012 und die Aufforstung informiert.

Das Zentrum ist eingebettet in einen botanischen Garten, in dem neben herrlichen Blumen auch historische Gerätschaften gezeigt wurden.

 

Eine total abwegige Strecke nahmen wir zum Playa San Marco. Dort sollte eine Area Recreativa sein. Wir gingen natürlich davon aus, dass man dort auch parken / stehen könnte. Weit gefehlt! Der Abzweig sah ja noch normal aus.

Allerdings war die Straße zunächst mit Natursteinen gepflastert …

… dann wurde sie teilweise 1-spurig …

Es ging ziemlich bergab mit scharfen S-Kurven, an denen wir beim wieder Hochfahren sicherlich ganz schön Gummi lassen würden.

1x musste einer mit seinem in einer Kurve geparkten Auto rückwärts fahren, damit wir vorbei kamen.

Ausgeschildert war irgendwann schwach lesbar Playa San Marcos.

Enger ging’s nicht – also für „Dickschiffe“ keine geeignete Strecke.

Zumindest waren wir weit und breit alleine unterwegs.

An dieser scharfen Kurve werden wir wohl auf dem Rückweg wieder unsere Spuren auf dem Asphalt hinterlassen.

Hier gab es keine „Huppel“, dafür Vertiefungen in der Fahrbahn.

Ziel erreicht, allerdings gab es nur eine kleine Parkmöglichkeit.

Was wir nicht mehr zu glauben gewagt hatten: Die Area Recreativa war wirklich vorhanden. Die war wohl eher für Wanderer gedacht, denn es waren nur wenige Parkplätze vorhanden.

Positiv an der ganzen Aktion war: Wir hatten freie Sicht auf den Pico Teide auf Teneriffa.

Die Zivilisation, sprich Agulo hatte uns – unversehrt – wieder.

Auf dem Weg nach Hermigua konnten wir schon unser Nachtquartier sehen – nur wussten wir es da noch nicht.

Hermigua begrüßte uns sehr freundlich.

Die Bananenstauden sehen am Stamm gar nicht so groß – und schwer – aus. Hier sind aber die Proportionen gut zu erkennen.

Zunächst guckten wir uns im Ort nach einem Stellplatz um – vergeblich.

Aber Peter hatte wie immer Plan B in petto. Wir fuhren also durch den Ort durch und landeten schließlich in Hermigua El Pescante .

Einen besonderen Reiz am Strand von Hermigua üben die vier aus dem Meer ragenden Betonpfeiler der El Pescante aus, einer ehemaligen Verladestation für Bananen. Aufgrund der oft hohen Wellen konnten die Schiffe nicht an einer Hafenmole anlegen, sondern mussten per Kran entladen werden. Die ehemalige Verschiffungsstelle (mit La Piscina – ehemaliges Bananenwaschbecken und heutiges Meerwasserschwimmbecken).

Wir stellten uns am Ende einer Sackgasse hin.

Es war die gesperrte Straße zum Meerwasserschwimmbecken und der ehemaligen Bananenverladestation.

Der restliche Abend war übrigens gerettet: Es gab Fußball FC Bayern – Sevilla 2:1 (durch zwei Eigentore).

Auch hier waren wieder die Vogelstimmen zu hören, die nur nachts bzw. in der Dunkelheit erschallten. Wir haben uns schlau gemacht.

Gelbschnabelsturmtaucher Auf Spanisch werden sie pardela, pardela cenicienta oder tapagao genannt. Von Ende Februar bis Anfang November erschallen an einigen Orten der Insel La Palma des Nachts seltsame Rufe. Den Großteil ihres Lebens verbringen die Seevögel auf dem offenen Meer des äquatorialen und Südatlantiks. Zur Fortpflanzung besuchen die Zugvögel ihre Brutgebiete auf den Azoren, Madeira und den Kanaren. Ihr wissenschaftlicher Name ist Calonectris diomedea. Auf Spanisch werden sie pardela, pardela
cenicienta oder tapagao genannt. Schwanz, Hals und Beine der „pardelas“ sind kurz, zwischen den vorderen Zehen haben sie Schwimmhäute. Ihre Körperlänge beträgt 45 – 56 cm und sie wiegen 560 – 730 g. Die Elterntiere jagen tagsüber auf dem Meer  nach Fischen, Krebstieren und Tintenfischen. Erst im Schutze der Dämmerung kehren sie zurück, um ihren Nachwuchs zu füttern.
Das ist die Zeit der seltsamen Rufe.

Peter stellte fest, dass wir alle POIs seiner Liste auf La Gomera abgearbeitet hätten. So planten wir die weitere Reise.

Wir werden nach San Sebastian zurück fahren und dort ein paar Tage stehen. Gute Gelegenheit  einiges (auf)zuarbeiten.

Mit der Fähre  San Sebastian de La Gomera nach La Palma haben wir derzeit 2 Möglichkeiten: entweder sonntags um 10:25 Uhr oder werktags um 19:55 Uhr; dann würden wir aber im Dunkeln auf La Palma ankommen, denn die Fähre braucht ca. 2 Stunden für die Überfahrt.

Unsere heutige Route:

Author: Peter Colditz

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