2018 0404 Von Hermigua nach San Sebastián (La Gomera)

Tag 129 – Mittwoch, 4. April 2018
Von
Hermigua nach San Sebastián de la Gomera

Wieder ein Tag voller Abenteuer sprich steiler, schmaler Straßen. Wir waren einmal sogar gezwungen umzukehren. In San Sebastián standen wir in Warteposition bis Sonntag, wenn wir nach La Palma als letzte Station unserer Kanaren-Rundreise übersetzen würden.

Der morgendliche Himmel sah nicht sehr positiv aus. Das Wetter wird sich aber sicherlich im Laufe des Tages noch „machen“.

Zum Frühstück bekamen wir militärischen Besuch. Die Patrouille inspizierte anscheinend das Meerwasserschwimmbecken.

Auch ein Pärchen kam bis zu uns und versuchte, die Reste der seinerzeitigen Verladestation bei Meeresbrandung zu fotografieren.

Wir hatten gestern gar nicht gesehen, dass wir in der Nähe einer Kläranlage standen, zu riechen war das auch nicht.

In Hermigua gab es auch eine Area Recreativa Los Pedacitos. Die beguckten und fotografierten wir nur von oben, fuhren aber nicht runter, das war uns zu steil. Außerdem war dort unten kaum eine Stell- / Parkmöglichkeit.

Ein älterer Mann hatte uns gestern vom Strand Playa de La Caleta vorgeschwärmt, heute wollten wir das mit eigenen Augen sehen. Die Straße dorthin war ja anfangs ziemlich moderat.

Ab diesem Abzweig wurde es allerdings spannend.

Irgendwann wurde es für KNUT zu steil.

Also mussten wir den geordneten Rückzug antreten, nachdem wir wieder einmal unsere Spuren auf dem Asphalt hinterlassen hatten.

Über den verpassten Besuch der Playa de La Caleta mussten wir nicht wirklich traurig sein, denn die dortige Bar war derzeit sowieso geschlossen.

„Dickschiffen“ ist die Zufahrt nicht wirklich zu empfehlen, …

… auch die weitere Fahrt raus aus dem Ortskern nicht unbedingt; wir waren jedenfalls froh, als wir das alles hinter uns hatten.

Es schien, als würden wir in die Wolken hinein fahren.

Schmucklose Wände werden gerne mit Szenen aus dem Leben versehen.

Noch in Hermigua im Ortsteil Monteforte kamen wir am Wahrzeichen Zwillingsfelsen Roques de San Pedro vorbei, aus dem Erdinneren emporgeschossene Vulkanschlote.

Hier befand sich auch die Molino de Gofio Las Telares (das Kunsthandwerkliche Museum Los Telares). Das etwas zurück gesetzte Gebäude kann man aber schon von weitem an den vielen Fahnen erkennen.

Arbeitsgeräte aus vergangenen Tagen wie alte Webstühle (telares), Töpferwaren und Mühlräder sind hier zu besichtigen.

Öffentliche Toiletten (geöffnet) waren vorhanden.

Immer wieder toll, wie man die Straßen in die Landschaft integriert hat – hier die GM-1.

Hin und wieder ersparte ein Tunnel entweder eine enge kurvige Straße oder wegen eines Barrancos das Hoch und Runter.

Gleich anschließend hatte man eine Galerie gebaut, wohl, weil hier vermehrt mit Steinschlag zu rechnen ist.

Hin und wieder gibt es auch einen Stausee; um ihn zu entdecken, muss man schon ganz genau hinsehen.

San Sebastián kam schon in Sicht, aber da wir nicht Luftlinie fahren konnten, hatten wir noch einige Kilometer zu bewältigen.

In  einem Außenbezirk San Sebastián sahen wir das große Sportstadion, das uns bisher noch gar nicht aufgefallen war.

Nun kam uns wieder alles bekannt vor.

Heute stellten wir uns an die Straße parallel zum Meer, da der Parkplatz auf dem wir bei unserem letzten Besuch standen voll belegt war.

Hier war es weitaus ruhiger als auf dem Parkplatz einige Meter vorher. Von hier aus hatten wir den Hafen voll im Blick. Es war auch nicht weit in das Zentrum.

Somit hatten wir unsere Warteposition bis Sonntag erreicht, wenn wir mit der Fähre nach La Palma fahren werden. Wir nutzten die Zeit um weiter an unserem Reiseführer zu arbeiten.

Zum Schluss wieder unsere heutige Route.

Author: Peter Colditz

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