Bürokratie

Wir wollten eine Ausländeridentitätsnummer (N.I.E.) beantragen in der Hoffnung, mit diesem Status in den Genuss von Ermäßigung bei den erforderlichen Fährfahrten zu kommen.

Aber wie sagt man so schön, man schickte uns „von Pontius zu Pilatus“. Keiner wusste was (oder wollte auch nicht). Erste Anlaufstelle war die Tourist-Info, die erstens nicht mehr da war wo sie laut Reiseführer sein sollte; zweitens trafen wir nicht Denis an (Denis ist kein Mann wie wir dachten, sondern eine Frau wie uns erklärt wurde), mit der wir schon korrespondiert hatten. Von dort wurden wir an diverse anderen Stellen geschickt. Wir hatten zu Hause schon alles vorbereitet, die entsprechenden Formulare ausgefüllt – in spanisch!  – vorgelegt. Das war aber nicht genug, man wollte noch weitere Infos von / über uns haben. Aufgegeben hat der Polizist bei dem Stichwort „Camper“; damit konnte er gar nichts anfangen. Letztlich wurden wir von der Policia nationale auf nächsten Montag vertröstet, bis dahin wäre man schlauer und hätte das geklärt, ob wir ohne festen Wohnsitz auch eine N.I.E. bekommen können.

Das konnte uns unsere gute Laune aber nicht vermiesen. So machten wir bei schönstem Wetter einen Besichtigungsrundgang auf eigene Faust. Allerdings setzten wir uns nicht an den Strand sondern in ein Straßencafe.

Unsere 360 °-Kamera erregte viel Aufsehen, am meisten bei einem Ehepaar aus Barsbüttel, die mit dem Kreuzfahrtschiff hier angespült worden waren.

Heute konnten wir auch den Stellplatz besichtigen, der uns gestern nicht haben wollte (war ab 21 Uhr geschlossen).

Author: Eva Schreiber

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