Arrecife – Behörde und Shoppen

Zunächst suchten wir die Policia Local auf. Dort wurden wir jedoch zur Comisaria de Policia als zuständige Behörde für Residenten-Anerkennung geschickt.

Aber unser Besuch bei der Comisaria de Policia war – abgesehen von 45 Minuten Wartezeit – kurz und erfolglos. Man erklärte uns, dass wir uns ganz normal auf den Kanarischen Inseln aufhalten dürften, sofern wir im Besitz eines Passes wären. Jetzt sind wir’s leid und geben das Projekt „Registrierung“ auf, das wir ja eigentlich nur wegen eventueller Ersparnisse bei Fährüberfahrten und anderen Sachen haben wollten.

Bisher hatten wir die Gassen von Arrecife noch nicht richtig erkundet. Dabei wird das Zentrum der Stadt als interessante und viel besuchte Shopping-Meile beschrieben: Die Strasse C/ León y Castillo, auch bekannt als die Calle Real, ist die Fußgängerzone Arrecifes, in der sich Traditionelles mit Modernem vermischt. Lacoste, Zara, Tom Smith, Mango und Rocasa sind ebenso stark besucht wie die Parfümerien und kleinen familiären Geschäfte, die Hemden aus La Graciosa und ‘Novios del Mojón’ verkaufen. Auch in den Straßen C/ Otilia Díaz oder C/ Fajardo gibt es interessante Einkaufsmöglichkeiten, hier liegen etwa die Geschäfte Joyería Ferreiro’s und Oh! Regalos. Und in der Straße Pérez Galdós befindet sich die berühmte Werkstatt von Juan Brito Hijo, die schon fast legendär ist für ihre Souvenirs aus original kanarischer Keramik.

Für uns ergab sich jedoch nichts Interessantes, auch, weil wir nichts dringend benötigten und die Geschäfte nur informationshalber durchstöberten. Allerdings war viel Betrieb und die Leute liefen sehr geschäftig herum.  

Interessant zu beobachten war der Run auf die Lose der Weihnachtslotterie.  Für viele Spanier ist es DAS Highlight in der Weihnachtszeit:

Die Ziehung der spanischen Weihnachtslotterie und damit von El Gordo („Der Dicke“), dem fetten Hauptgewinn. Jedes Jahr am Morgen des 22. Dezember verfolgen alle Spanier mit Spannung die Ziehung der Zahlen und hoffen, zu den Gewinnern der prestigeträchtigen Lotterie zu gehören. Rund 66 Euro ließ sich jeder Spanier dieses Jahr im Durchschnitt seinen Einsatz kosten. Dieses Jahr war der Jackpot besonders groß: Rund 2,4 Milliarden Euro werden insgesamt ausgeschüttet. Damit ist die Lotería de Navidad nicht nur die älteste, sondern, gemessen an der ausgespielten Gesamtsumme, auch die größte Lotterie der Welt. Zwar erscheint die Gewinnwahrscheinlichkeit auf den dicken Hauptpreis mit 1:100.000 nicht besonders hoch. Höher als die Wahrscheinlichkeit, im deutschen Lotto zu gewinnen, ist sie aber allemal: Beim Spiel von 6 aus 49 liegt die Wahrscheinlichkeit auf den Hauptgewinn bei lediglich 1:140.000.000. Die besseren Gewinnaussichten ziehen auch deutsche Teilnehmer an: 150.000 sollen es dieses Jahr sein.

Wir spielten kurzzeitig auch mit dem Gedanken, uns hieran zu beteiligen. Nur, wenn wir gewonnen hätten, wie hätten wir das erfahren?

Wie immer war es aber ein Erlebnis, Leute – und besonders Kinder – zu beobachten, während wir genüsslich einen Cafe con leche schlürften.

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