2018 0409 Wir erkunden den Südosten und die Südspitze von La Palma

Tag 134 – Montag, 9. April 2018
Weiter ging’s immer an der Küste entlang bis zur Südspitze,
von Los Cancajos nach Fuencaliente de La Palma

Los Cancajos ist ein Ort in der Gemeinde Breña Baja auf der Kanareninsel La Palma. Er befindet sich auf der Ostseite La Palmas, zwischen der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma und dem internationalen Flughafen La Palma. Entsprechend der rasanten Entstehung von Los Cancajos gibt es keinen gewachsenen Ortskern. Am ehesten übernimmt diese Funktion ein größerer Apartmentkomplex mit Einkaufszentrum, verschiedenen Geschäften, Bars und Restaurants. Die Hotels und Apartmentanlagen reihen sich an der Küste aneinander. Einige Anlagen befinden sich in „zweiter Reihe“, nur ein Hotel und die oben genannte Apartmentanlage liegen direkt am Strand. Quelle: Wikipeda
Das wollten wir uns ansehen, bevor wir weiter fahren.

Das Wetter war nicht so besonders, recht windig und bedeckt.

Rundgang durch Los Cancajos

So ließen wir das morgendliche Walken ausfallen und bummelten ganz gemütlich durch den Ort. Zunächst auf der sehr schön angelegten Promenade am Meer entlang mit Blick zurück auf Santa Cruz de la Palma.

Hier hatte die Lava bizarre Formen geschaffen.

Peter holte frisches Brot im nahe gelegenen Supermarket.

In der Einkaufsmeile ließ es sich nett bummeln.

Busverbindungen u. a. nach Santa Cruz gab es auch.

Bei der Rückkehr von unserem Rundgang wurden wir vom Fahrer des SB-Wohnmobils in ein längeres Gespräch verwickelt. Er sei schon 6 Monate hier und will noch 1 Jahr bleiben ….

Auf zu neuen Taten

Kurz nach unserem Start konnten wir auf Los Cancajos zurück blicken.Wahrscheinlich hätte man den Ortskern auch über diese Straße erreichen können(?).

Kunstobjekte standen immer wieder an der Straße.

Palmen standen auch an Schnellstraßen.

In Santa Cruz wollten wir im LIDL einkaufen. Kleine Schilder wiesen uns den Weg. Und wir hatten immer nach dem LIDL-Logo Ausschau gehalten … Ohne die hätten wir uns sicherlich verfranst und die richtige Zufahrt verpasst (sehr steile Ab-/Zufahrt).

Diese Männer konnten das noch: Aus Natursteinen eine Mauer bauen.

Die Tankstellen in der Gegend waren sich bezüglich des Diesel-Preises einig. Selbst die SHELL, sonst eigentlich immer die teuerste, hatte den Preis von 1,002 €/l wie alle anderen Tankstellen.

Die außerörtlichen Bushaltestellen „GuaGua“ waren an ihrem Einheitslook gut zu erkennen.Busfahren auf La Palma: Es gibt zwei große Drehkreuze auf La Palma – in der Hauptstadt Santa Cruz und in Los Llanos, der großen Stadt im Westen. Von hier aus starten die Guaguas in alle Himmelsrichtungen der Insel. Kostenpunkt der Reise mit dem öffentlichen Personennahverkehr: 1,30 Euro für Strecken bis acht Kilometer, für alle weiteren Entfernungen selbst in den abgelegenen Norden müssen zwei Euro für die einfache Fahrt hingeblättert werden. Wer viel mit dem Bus unterwegs ist, kann sich “Bonos” kaufen. Nach Angaben von Transportes Insular de La Palma ermäßigt sich der Fahrpreis damit um 20 Prozent. Lösen kann man die Spartickets direkt beim Busfahrer: Man bezahlt einen Euro für den Bono, der dann je nach Wunsch mit 10, 20 oder 30 Euro aufgeladen wird. Vor der Heimreise gibt man den Bono wieder beim Busfahrer ab und erhält den dafür gezahlten Euro wieder zurück. Quelle: http://www.la-palma24.info/busfahren-auf-la-palma/

Die Anfänge der Guaguas:So sahen die Guaguas früher aus: Gepäck kam aufs Dach. Foto: Cabildo de La Palma

Wir hatten schon einige Höhenmeter erklommen, da bekamen wir einen tollen Blick auf den Flughafen.

Eine Binter-Maschine machte sich gerade startbereit. Binter verkehrt zwischen den kleinen Inseln.Binter Canarias ist eine Tochter von Iberia, die im Jahr 1989 zum ersten Mal abhob. Zunächst wurden ausschließlich Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura und La Palma angeflogen, dann kamen auch Lanzarote und El Hierro auf den Flugplan und schließlich folgte La Gomera. Noch heute ist Binter die einzige Fluglinie, die auf allen acht Flughäfen der Kanaren arbeitet, aber mittlerweile fliegt die Airline nicht nur nationale, sondern auch internationale Ziele an. Quelle: http://www.fluege.de/Katalog/Binter-Canarias/Airline-3676

Wie so oft führte unser Weg mal wieder durch Bananenplantagen. Lt. Datenbank sollte hier eine Stellmöglichkeit sein, die wir aber nicht fanden.Also hieß es mal wieder „wenn möglich bitte wenden“. Aber bis wir für KNUT eine geeignete Stelle gefunden hatten, musste Peter – wie hier auch – erst mal ein ganzes Stück rückwärts rangieren, um überhaupt eine Chance zum Umdrehen zu haben.

Nach all dem Dilemma legten wir erst einmal eine Kaffeepause ein; vom LIDL hatten wir unsere Lieblingsstückchen mitgebracht.

Am Flughafen sollte auch ein Stellplatz sein. Wir fuhren die Straßen dort ab, entdecken konnten wir aber nichts.

An einer Parkbucht hielten wir, um eventuell den Parque Arqueológico de Belmaco mit diversen Höhlen zu besichtigen. 

Leider war ein Besuch nicht möglich, denn wir trafen erst kurz nach 15 Uhr ein.  

Für Blumen haben die Canarios ja sehr viel übrig. Häufig waren die Vorgärten – selbst in den entlegendsten Gegenden – sehr hübsch bepflanzt.

Den Bezirk Fuencaliente hatten wir nun erreicht.

In dieser Gegend wird auch Wein angebaut.

Über die LP-107, ….… die auch Ruta de Vino genannt wird,…. fuhren wir wieder hinunter ans Meer.

Einige der vorgesehenen Punkte konnten wir nicht erreichen; häufig war es auch nicht möglich, da eine Kette die Zufahrt versperrte. Wir sind ja sehr wagemutig, aber manche Zufahrten waren uns dann doch zu „kriminell“.

Zeitweise fuhren wir durch karge Landschaft; in der Ferne sahen wir Vulkankegel.

Die LP-207 führte uns durch ursprüngliche Lava-Landschaft – sehr beeindruckend.

Viele Wanderwege durchziehen diese Landschaft.

Wir fuhren auf den Parkplatz am Leuchtturm; die Salinen besuchten wir nicht (davon hatten wir schon so viele gesehen). Der Faro de Fuencaliente ist ein Leuchtturm an der Südküste der zu Spanien gehörigen Kanarischen Insel La Palma in der Gemeinde Fuencaliente. Er befindet sich am Fuß der Cumbre Vieja direkt an den Salinen von Fuencaliente und damit etwa neun Kilometer südlich des Dorfes Los Canarios. Im Jahr 1985 wurde der neue Turm, direkt neben dem alten Turm, in Betrieb genommen. Es handelt sich um einen zylindrischen, 24 Meter hohen Turm aus Beton. Der weiße Turm besitzt zwei rote Bänder. Die Feuerhöhe beträgt 36 Meter. Das Licht hat eine Tragweite von 14 Seemeilen. Der Turm steht auf einer kleinen Klippe direkt am Atlantischen Ozean, etwa zehn Meter über dem Meeresspiegel und ist über einen kleinen Zubringer von der Hauptstraße LP-207 aus zu erreichen.

Am Süd Kap von La Palma, der Punta de Fuencaliente, stehen zwei Leuchttürme. Der alte Leuchtturm wird als Informationszentrum des Meeresschutzgebiets der Insel La Palma genutzt. Das kleine Fischerdorf neben den Leuchttürmen und das dazugehörige Restaurant, das als bekanntes Ausflugsziel galt, wurden Ende 2007 auf der Grundlage des Küstenschutzgesetzes abgerissen. An der Punta befinden sich auch die Salinen von Fuencaliente. Quelle: Wikipedia

Uns war klar: Hier wollten wir über Nacht nicht stehen.

Erst dachten wir, unterhalb der  Leuchttürme hätten wir unseren Platz für die Nacht gefunden, aber da war kein Internet, und das ging ja gar nicht. Wirklich schade, da es ein sehr schöner Platz war, also geeignet für Leute, die gerne am Meer stehen und ohne Internet auskommen.

In die Lava-Halde hatte man eine kleine Kapelle gebaut.

So fuhren wir weiter. Playa Nueva wäre sicherlich sehr schön gewesen. Wir hatten aber keine Chance, mit dem Wohnmobil dort runter zu kommen.Wir hätten uns oben in eine Parkbucht an der LP-209 stellen müssen, was uns überhaupt nicht gefiel – zumindest nicht als Übernachtungsplatz.

Immer wieder imposant die Hinterlassenschaften der Vulkanausbrüche. 

Punta Larga – ob wir da unser Nachtlager aufschlagen werden?

Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Area Recreativa de Puntalarga vorbei, die allerdings geschlossen war.

Wir konnten durch ein nur angelehntes Türchen auf das Gelände gelangen. Es gab dort mehrere Grillmöglichkeiten, …… Abwaschbecken (das Wasser war angeschlossen) …… sowie Toiletten, die allerdings abgeschlossen waren.

Von hier oben konnten wir schon unseren Übernachtungsplatz sehen, wieder direkt an Strand und Meer.

Also noch die letzten Meter ziemlich steil hinunter.

Dann hatten wir für heute sozusagen „fertig“.

Wenn das kein schönes Plätzchen ist …

Punta de FuencalienteFuencaliente de La Palma ist die südlichste der 14 Gemeinden der Kanareninsel La Palma. Sie ist seit 1873 selbständig. Quelle: Wikipedia

Hier gab es sogar ein Restaurant und Meerwasserbecken (Eva überlegte ernsthaft dort mal zu baden).

Nach dem Abendessen gingen wir hoch ins Restaurant für einen Sundowner.

Wir gönnten uns nach Cafe con leche und Caña, danach eine Flasche Vino Teneguía Tinto (10€).

Prima fanden wir das Angebot für Gäste, kostenlos Bananen zu bekommen.

Toiletten gab es hier auch.

Vom Restaurant aus konnten wir einen tollen Sonnenuntergang beobachten. Die Häuser in der Bucht erschienen in warmem Abendlicht.

Wir übernachteten unweit des südlichsten Zipfels von La Palma.

 

Author: Peter Colditz

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