2018 0410 Wanderung auf den Vulkan Teneguía in Los Quemado (La Palma)

Unsere erste Vulkanbesteigung auf La Palma: Volcán Teneguía 

Wir wählten angesichts unserer mangelnden Kondition die einfache Route. Nur am letzten Stück mussten wir etwas kraxseln.

Der Teneguía ist ein Vulkan an der Südspitze der Kanareninsel La Palma. Der 439 Meter hohe Schlackenkegel entstand im Jahre 1971. 

Sandiges Vergnügen und heiße Erde – großartige Rundtour durch zauberhafte Vulkanlandschaften. Die Wanderung am Krater des Volcán San Antonio sowie auf den Volcán Teneguía gibt uns einen Einblick in die jüngste vulkanische Geschichte der Insel: Während der Kraterkessel des mustergültigen Vulkankegels des San Antonio schon wieder von Kiefern besiedelt ist, liegt am 1971 ausgebrochenen Teneguía noch heute ein leichter Schwefelgeruch in der Luft – außerdem finden sich dort mehrere heiße Stellen an der Erdoberfläche. Quelle: https://www.outdooractive.com/de/

Wir waren gerade noch rechtzeitig angekommen, um einen Parkplatz zu ergattern.

Na dann – möge die Übung gelingen – oder: Auf los geht’s los.

Nach wenigen Metern die erste Weggabelung: Wir liefen geradeaus, links den Hang hoch wollten wir nicht.

Auch hier informierten Tafeln – auch in deutsch – über die örtlichen Gegebenheiten.

Es war erstaunlich, dass sich in dem Lavasand und zwischen den Lavebrocken Pflanzen ansiedelten.

Auf dieser Infotafel fehlte die deutsche Übersetzung.

Auch hier wird vor Steinschlag gewarnt.

Das war nicht die Route, die wir laufen würden.

Dann trafen wir auf zwei deutsche Frauen, die nicht so recht wussten, wo es lang ging – hier oder da lang? Peter war ihnen gern behilflich, konnte er doch auf seinem Handy die App maps.me demonstrieren und den rechten Weg weisen.

Jetzt konnten wir es sehen: Unser heutiges Ziel. Ein Gipfelkreuz stand ja schon da.

Das weiße „Band“ war ein abgedeckter Wasserkanal (Levada).

Im Lavesand in dieser Höhe wurde Wein angebaut.

Peter schien eine unbekannte Abkürzung zu kennen, denn er ignorierte alle Wegweiser.

Unser Ziel hatten wir nun ganz klar vor Augen.

Die Ausschilderung auf den Wanderwegen ist überall gut und deutlich.

Jetzt wurde der Weg etwas „ruppig“. Wegen des teilweise lockeren Gesteins war Trittsicherheit gefragt.

Schon komisch die Formen, die die Lava seinerzeit hinterlassen hat.

Wir trafen auch eine Familie mit Kleinkindern, die sich bereits auf dem Abstieg vom Gipfel befanden.

Es war nicht immer leicht, den richtigen Pfad zu finden.

Ab jetzt hieß es kraxeln.

Wir konnten hinunter zu den 2 Leuchttürmen und Salinen gucken, wo wir nicht stehen wollten.

Auf dem Gipfel war es recht stürmisch und kühl.

Der Weg zum Gipfel war nicht als Rundweg angelegt, so mussten wir bis zur nächsten Weggabelung denselben Weg wieder zurück.

Jetzt konnten wir auch gut die Vulkan-Krater sehen.

Das, was wir hoch gingen, mussten wir jetzt natürlich wieder hinab steigen.

Ganz schöne Brocken lagen da im Weg rum.

Dann hatten wir wieder ebenes Gelände erreicht und passierten einen kleinen Wasserspeicher.

Auf den Levadas liefen wir bequem weiter.

Von hier konnten wir wieder zum Meer hinunter blicken.

Ja, so lässt sich’s gemütlich wandern.

Plötzlich war es aber vorbei mit der „Herrlichkeit“.

Hier geht der Weg laut maps.me weiter. Erdrutsche hatten den Weg aber teilweise versperrt.

An diesen Felsen sollten Ritzungen sein. Wir konnten leider keine entdecken.

Die Levada dort unten schien uns der einfachste und kürzeste Weg zurück zu sein, also nix wie hin.

Und schon hatten wir den teilweise verschütteten Weg überwunden und konnten leicht und locker nach Hause laufen.

Auf einigen Metern hatte man die Abdeckplatten ausgetauscht und die alten einfach liegen gelassen.

Hatten wir hier etwas historisches entdeckt? Wir konnten es nicht entziffern.

Wir näherten uns so langsam unserem Ausgangspunkt.

Wir liefen durch die Weinberge.Ein paar Informationen über den Weinanbau auf La Palma: Weinbau auf La Palma oder Kanaren_Info La Palma Weinanbau oder auch etwas allgemeiner unter Lebensmittellexikon

Zu KNUT, den wir oben schon sahen, ging es knackig bergan. Das brachte uns ziemlich zum Schnaufen.

Das war aber noch nicht ganz oben – nur angehalten für eine Verschnaufpause.

Wir hatten die Wahl: Durch’s Dorf oder direkt weiter hoch. Zu einer Dorfbesichtigung hatten wir keine Lust, also direkt hoch.

Peter nahm die letzten Höhenmeter forschen Schrittes.

Kurz darauf hatten wir es geschafft – KNUT hatte uns wieder.

Diese Strecke bereitete uns keine großen Schwierigkeiten. Wir schafften das ohne größere Anstrengungen. Nur der Weg hinauf zu unserem Parkplatz ließ uns etwas schnaufen.

 

WANDERWEGE DER INSEL LA PALMA

Das Wanderwegnetz der Insel La Palma basiert auf den alten Wegen, die während Jahrhunderten die wichtigste Verkehrsverbindung darstellten, und überzieht die Inseloberfläche wie ein Spinnennetz.
La Palma bietet eine unwahrscheinliche Vielfalt an Klimas, Geländeformen, Naturräumen und Kulturlandschaften. Das Spektrum reicht von der heißen Küste mit ihrem Sukkulentenbusch, über die Felder und Fruchthaine in mittlerer Hanglage, die stattlichen Kiefern- und üppigen Lorbeerwälder, bis zu den weit über 2 000 Meter hohen, von Ginsterbusch überzogenen Berggipfeln.

Diese spektakuläre, von traditioneller Land- und Forstwirtschaft geprägte Landschaft können Sie auf einem Wanderwegnetz erleben, das sich aus 2 GRs, 38 PRs und 24 SLs zusammensetzt. Fast 1 000 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege erwarten Sie.

Wanderwege

Author: Eva Schreiber

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