2018 0411 Puerto Naos – Puerto de Tazacorte (La Palma)

Tag 136 – Mittwoch, 11. April 2018
Von Hafen zu Hafen – Puerto Naos nach Puerto de Tazacorte

Morgens wurden wir ziemlich unsanft geweckt. Ein gut gekleideter Mann war mit einer großen Limousine vorgefahren, klopfte an unsere Tür und forderte uns auf, den Parkplatz sofort zu verlassen, da es Privatgelände sei. Ich konnte gerade noch eine Frist von 2 Stunden heraushandeln, da war er auch schon wieder weg.

Hier in Puerto Naos waren wir wohl einer Fehlinformation aufgesessen die besagte, dass man auf diesem Parkplatz auch länger stehen könne. Eigentlich dachten wir, somit einen schönen Übernachtungsplatz gefunden zu haben.

Wir ließen uns die gute Laune nicht vermiesen und genossen das herrliche Wetter und den Blick auf’s Meer.

Um allem Ärger aus dem Weg zu gehen, parkten wir um – auf den nächsten größeren Parkplatz 500 m weiter.

Da waren Wohnmobile (eigentlich) auch nicht gern gesehen, wurden aber geduldet.

Rundgang durch Puerto Naos

Wir ließen uns von „erlaubt“ oder „nicht erlaubt“ nicht davon abhalten, Puerto Naos zu erkunden.

Dieses Schild für „Müllsünder“ war uns bisher noch nicht begegnet. Alle Hinweise u. a. auch für deutsche Gäste verständlich.Den Weg zum Strand konnte man nicht verfehlen.Schon ein bisschen angerostet dieses Motorrad, bei der Seeluft aber auch gar kein Wunder.Die Strandbar war auch schon zu früher Stunde gut besucht; man trifft sich eben zu einem Cafe solo oder ähnlichem.Apartmentanlagen an der Promenade.Ein paar Gäste lagen schon am Strand und genossen die Morgensonne.In diesem Felsen befand sich eine Madonna. Aber irgendwie sah dieser Fels aus wie ein Rasierpinsel.Ein Boot für Skater.Hier war man anscheinend gut auf deutsche Gäste eingestellt.Wir fanden einige Fahrradverleiher.Unser Herz schlug höher, als wir die deutsche Bäckerei „Puerto Naos“ (Edificio Palma Beach, Puerto Naos, 38760 Los Llanos de Aridane, solypancanary@yahoo.es, Sonntag geschlossen)  entdeckten. Wir konnten auch einen Blick in die Backstube werfen.Vor dem Geschäft konnte man auch draußen sitzen, was rege genutzt wurde.Das Brotangebot war vielfältig, sehr ansprechend und verlockend. Wir deckten uns mit Brot und Kuchen für mehrere Tage ein.Die Bedienung konnten wir bei der Zubereitung der Kaffeespezialität „Barraquito“ beobachten.  Er wird gerne nach dem Essen als eine Art Dessert getrunken.Diese hier waren noch nicht ganz fertig, zeigen aber deutlich die Schichtung der einzelnen Zutaten.Der Barraquito oder Kanarischer Kaffee ist ein sehr beliebtes Kaffeegetränk auf den Kanarischen Inseln   Spanien ), insbesondere auf den Inseln La Palma und Teneriffa. Es basiert auf KaffeeKondensmilch , MilchZimtZitrone und Schnaps . Es wird in einem mittleren Glas serviert, ähnlich wie Weingläser. Quelle: Wikipedia

Dann hieß es: Ab auf die Piste.

Einige Stellplätze wollten wir uns angucken, unter anderem Charco Verde.Die erste Zufahrt (Nord) war sehr schräg. Zum Übernachten nicht wirklich geeignet.Es gibt auch Parkplätze für Schwerbehinderte.Hier gab es auch ein WC-Häuschen, das wir aber geschlossen vorfanden.Ungehinderter Blick auf die steile Küste und Brandung.Von hier aus konnten wir schon die 2. Zufahrt (Süd) zum Charco Verde auf der gegenüber liegenden Seite sehen.

Diese Sackgasse ist zum Übernachten ideal. Wir haben Womo-Fahrer getroffen, die hier 6 Wochen gestanden haben.Der Strand war sehr schön angelegt mit Lava-Sand, eine Strandbude gab es auch.Die Bushaltestelle war sozusagen auch gleich vor der Tür.

Chargo Verde – Südlich von Puerto Naos zwischen Bananenplantagen gelegene Bucht mit feinem, schwarzen Sand. Neben der sanften Brandung „punktet“ der Strand mit einer Bar und Duschen. Besser geht es auf der Insel kaum. Feiner, wenn auch, wie überall auf der Insel, schwarzer Sand, ausreichend Platz für das Strandlaken, eine sanfte Brandung, Duschen und eine Bar direkt im Sand. Der Strand ist dank der zwei großen Zugangswege mit dem Rollstuhl und Kinderwagen zugänglich. Die großen Zufahrten wurden gebaut als hier noch ein Jachthafen entstehen sollte. Heute ist, außer den Straßen, jedoch nichts von einem Hafen zu sehen. Lassen Sie auf den Holzpfaden die Schuhe besser an – an einigen Stellen ragen Splitter heraus. Die Strandbar bietet tagsüber die üblichen Getränke wie Cola, Fanta, Bier und Kaffee und einige typische Snacks an. Wenn Sie Glück haben kommt ein Strandverkäufer mit frischen Backwaren an den Strand, der von Besucher zu Besucher geht und seine süßen Teilchen verkauft. Quelle: https://www.lagraciosa.de/spanien/kanarische-inseln/la-palma/strand/charco-verde.htm

Wohl dem, der so ein kleines Motorrad hat. Dann kann das WoMo manches Mal stehen bleiben.Viele der von Peter im Vorfeld ausgesuchten Orte konnten wir nicht erreichen, weil die Zufahrt mit unserem Womo einfach nicht machbar war – zu eng, zu steil oder zu kritischer Untergrund.

Auf der LP-213 fuhren wir wieder endlos durch Bananenplantagen.An dieser Stelle meinte unsere Navi-HEIDI: Jetzt rechts abbiegen. Spinnt die? Wenn die so weitermacht, tauschen wir sie um!Auch in El Remo suchten wir nach Übernachtungsmöglichkeiten. Wurden aber leider nicht fündig.

Idyllisch der kleine Ort.Das war nur ein Parkplatz für die Restaurant-Besucher oder Badegäste.

Da wir von oben keine Stellmöglichkeit in La Bombilla sehen konnten, versuchten wir gar nicht erst, den Ort mit unserem Womo zu erreichen.In diesem Bereich der Insel versagte unser Navi jetzt komplett. Angezeigt wurde eine Route geradeaus zum Playa Los Guirres. Die Straße gibt es aber nicht. Also folgten wir lieber der Ausschilderung an der Straße.Zunächst fuhren wir wieder durch Bananenplantagen, … dann noch durchs Firmengelände … …  um dann auf einem Parkplatz zu landen. Von dort erreichten wir den Strand, …

… wo es ein Restaurant …… sowie Duschen (Agua non Potable) gab. Wir waren am Mirador Astronómico San Borondón gelandet, Breitengrad: 28º 38 ’05 .9 „N Länge: 17º 56 ’14, 7 „W Höhe: 47 m.

Es gibt dort auch einen Hundestrand.Über die dortige Promenade konnte man bis zum Leuchtturm laufen; den hatten wir mit KNUT ja nicht erreichen können.

Auf dem Parkplatz hatte sich ein Mann häuslich eingerichtet, um sein Essen einzunehmen.Von holländischen Wanderern bekamen wir Bananen geschenkt. Ein Bauer hatte sie auf der Ladefläche seines Autos ein Stück mitgenommen und zum Abschied einige Bananen geschenkt, die sie alleine nicht aufessen konnten.

In diese hohle Gasse wollte uns HEIDI reinschicken, denn irgendwo dort sollte ein Stellplatz sein. Ne, das wollten wir KNUT nicht zumuten. Wir erkundeten den Weg erst einmal zu Fuß.Wir fanden tatsächlich einen offiziellen Stellplatz. Allerdings ist der nicht öffentlich, sondern nur für Club-Mitglieder. Auf Nachfrage werden aber Ausnahmen gemacht.
Den Leuchtturm hatten wir schon bei der Anfahrt gesehen.Auf der LP-215 fuhren wir auf Puerto de Tazacorte zu.Erst fuhren wir durch den Ort Tazacorte. 

Danach erreichten wir Puerto de Tazacorte. Es gab zwar Parkplätze, aber nur für Besucher und Bootseigner. Also nicht zum Übernachten geeignet.Die Parkplätze an der Promenade waren alle belegt.Plötzlich war die Straße zu Ende. Es ging nur noch nach links eine ziemlich steile Rampe hinunter. Dank unserer Luftfederung konnten wir unser Womo hinten hochfahren und vermieden so das Aufsetzen mit dem Heckträger.Diese Stelle aus anderer Sicht.Unbeschadet verließen wir das Zentrum und fuhren zum 500 m entfernten Stellplatz, den wir in einer Datenbank gefunden hatten.Es war ein Parkplatz an einer Sportanlage. Hier richteten wir uns für die Nacht ein.Der Platz war ziemlich ruhig, nur nach Feierabend wurde es etwas lebhafter, als die Mama-Taxis ihre Kids zum Sport brachten.  Die daneben verlaufende Hauptstraße störte uns nicht. Wir hatten Internet und konnten über die Schüssel fernsehen.

Puerto de Tazacorte Der Ort El Puerto liegt am Ende des Barranco de Las Angustias. Er ist der Ort, an dem 1492 die spanische Eroberung La Palmas begann. Aufgrund seiner guten klimatischen Lage begannen die Eroberer frühzeitig mit dem Anbau von Zuckerrohr, der der Gemeinde über drei Jahrhunderte eine gewinnbringende Wirtschaft erbrachte. Die heute noch existierenden Herrenhäuser zeugen von dieser Entwicklung. Die wesentlichen Erwerbsgrundlagen der Gemeinde sind heute ausgedehnte Bananenplantagen und der sanfte Tourismus. Besonderheiten der Gemeinde sind das historische Treppenviertel in Villa de Tazacorte und der Fischerei- und Yachthafen in Puerto de Tazacorte. Die Gemeinde Tazacorte besteht aus den Gemeindeteilen (von Nord nach Süd) El Puerto (auch genannt: Puerto de Tazacorte), Tarajal, Tazacorte (auch genannt: Villa de Tazacorte), Cardón, San Borondón, Marina und La Costa.

Kleine Abendrunde durch Puerto de Tazacorte

Nach dem Kaffeetrinken (mit dem Kuchen aus der deutschen Bäckerei) drehten wir eine kleine Runde durch den Ort. Zunächst am Barranco de Las Angustias entlang Richtung Promenade.In der Touristinfo schauten wir, ob es da für uns nützliche Unterlagen gab. Hier bekamen wir eine Karte mit Wanderwegen und Ausflugszielen.Auch hier gab es eine Stromtankstelle, von denen wir immer häufiger welche sahen.Spielchen gefällig? Canarios finden hierfür immer eine Gelegenheit.Schade, am 12. Mai sind wir wahrscheinlich schon zu Hause und können den Zieleinlauf dieses großen Sportspektakels nicht miterleben.

Ein VW-Beetle auf See?Dieser Junge konnte nicht leugnen, dass er vom (schwarzen Lavasand)-Strand kam.Hin und wieder trafen wir auch Straßenmusikanten.Diese Herren hatten sich ein ruhiges Plätzchen in dem ganzen Treiben ausgesucht.Die zwei Mädels hatten ihren Spaß. Das erinnerte uns stark an unsere eigene Kindheit.Diese Bar sah sehr gemütlich aus, war aber noch „brechend leer“.Jemand zu Hause?

Zum Abschluss des Tages genehmigten wir uns noch einen Absacker in einem der zahlreichen Lokale.

So, nun hatten wir fertig nach dem langen Tag.

Die heutige Tour war gar nicht so lang, aber wieder voller toller Eindrücke.—

Author: Eva Schreiber

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