2018 0426 Donnerstag, 151. Tag: Königstour von Los Cancajos über Roque de Los Muchachos nach La Laguna Barlovento (La Palma)

 

Auf Platz 4 der spektakulärsten Straßen in Spanien ist die
Carretera del Roque de Los Muchachos. 
Ob die in diesem Artikel genannte Entfernung mit 46 km und der angegebenen Fahrzeit von mehr als einer Stunde stimmen, ist nebensächlich, weil individuell verschieden. Fakt ist, die LP-4 über den Roque de Los Muchachos, ist eine der landschaftlich schönsten Routen von La Palma. Quelle: https://la-palma.info/von-null-auf-2-426-meter/ 

Da wir vor den Passatnebeln auf dem Roque de Los Muchachos sein wollten, hieß es früh aufstehen. Der Morgenhimmel sah wenig positiv aus.

Über uns war der Flugbetrieb schon in vollem Gange.

Mit dem Frühstück hielten wir uns nicht lange auf. Inzwischen hatte der Himmel aufgeklart.

Das war’s dann erst einmal in Los Cancajos – bis Anfang Mai, wenn wir hier auf die Fähre von Santa Cruz nach Cadiz am 4. 5. warten werden.

Hier waren wir doch erst gestern vorbei gekommen?

Zunächst fuhren wir auf Santa Cruz zu.

Wir kamen auch an der hässlichen Müllverbrennungsanlage am Ortseingang von Santa Cruz vorbei, die die Einheimischen am liebsten beseitigt sehen.

Im Hafen lag wieder ein Kreuzfahrtschiff.

Schon kurz danach fing es an: Es ging hoch.

Überblick über das Hafengelände.

Endlich ein Hinweis auf den Roque de Los Muchachos.

War das ein dezenter Hinweis, dass wir uns warm anziehen müssten?

Recht bald bogen wir dann ab, um der Wegweisung Roque de Los Muchachos zu folgen.

Nun hielt uns nichts mehr auf, den Roque de Los Muchachos  (deutsch etwa Felsen der Jünglinge) zu erklimmen. Michael hatte uns empfohlen, den Muchachos von Süden her anzufahren, das wäre „bequemer“.  Deswegen starteten wir auch aus Richtung Santa Cruz – und das war auch gut so. Die Zufahrt von der anderen Seite, die wir hinab fuhren, wäre sehr viel kurvenreicher und steiler gewesen, also mit KNUT nicht so „relaxed“ zu fahren. Obwohl: Auch diese Seite sollte gefährlich sein – jedenfalls laut der Straßenschilder.

Noch war alles sehr grün.

Die Straße schraubte sich langsam hoch. Bald befanden wir uns über der Wolkendecke und hatten herrlichen Sonnenschein.

Über den Wolken war die Freiheit wirklich grenzenlos …

Über diesen Graben-Parkplatz staunten wir nicht schlecht; aber die LKW hatten keine andere Chance, an dieser schmalen Straße zu parken.

Eine Wandergruppe war mit dem Bus unterwegs und legte einen Stopp für irgendwas ein.

So langsam wurde der Bewuchs spärlicher.

Toll, dass es diese Straße gibt und sich unermüdlich in die Höhe schraubt.

Diesen Aussichtspunkt steuerten wir für eine kurze Pause an.

Wie wir feststellten, handelte es sich um einen Paraglider-Startplatz.

Jetzt gab es gar keinen Bewuchs mehr.

Dieses Gestein sah unserer Meinung nach wie ein Gesicht im Profil aus.

Es waren mit uns einige Busse und Autos unterwegs; wir sollten Sie oben am Roque wieder treffen.

Schon von weitem sahen wir die Observatorien. Das kannten wir ja schon von Teneriffa. Mehrmals wurde auf die „Starlight Reserve“ hingewiesen. Das war der Hinweis, kein Fernlicht einzuschalten.

Diesen Tank hatte man ganz einfach stehen gelassen.

Die Natur war hier sehr kreativ.

Die Lavalandschaft zeugte vom Ursprung der Insel.

Die Reste eines Steinschlags – ganz schön große Brocken.

Eine Aussichtsplattform der besonderen Art.

Jetzt sahen wir schon die Observatorien, obwohl es noch ein Stück bis dorthin war.

Es ging noch höher …

Die Zufahrt war streng geregelt und nur in einem bestimmten Zeitfenster möglich.

Nun wussten wir eindeutig wo wir waren.

Die einfachste Art, hier hin zu kommen, war natürlich ein Flug mit einem Heli.

Ab hier hätten wir zum Gipfel auch wandern können …

KNUT sah recht klein im Vergleich zu diesem Observatorium aus.An diesem wurde noch gebaut.

Dieses Magic Telescope zur Messung von Gammastrahlen war schon fertig, die Größe war immens.

Hier die Erläuterungen auch in deutsch „Warum wollen wir Gammastrahlen messen“?

Diese Teleskope sind Florian Goebel, der im Alter von 36 Jahren bei einem Unfall ums Leben kam,  gewidmet. 

Für die technisch interessierten Leser haben wir diese Skizze abgelichtet:

Wir waren immer noch nicht oben und folgten weiterhin brav den Schildern.

Freundlicher Hinweis, kein Fernlicht zu benutzen.

Sieht aus wie eine Taucherkugel …

Bereits hier ahnten wir, dass der Parkplatz am Gipfel voll besetzt sein würde.

So war es denn auch. Oben angekommen, fanden wir keinen Parkplatz, denn der war rappel voll. Wir stellten uns an den Straßenrand mit Warnblinker.

Eine Wandergruppe war scheinbar hier hoch gewandert und „feierte“ diese Eroberung mit einem Lied,

Der Beweis: Wir waren da.

Vom Parkplatz und der ersten Plattform konnte man in die Spitze des Roque laufen.

 

Auch gewaltig – die „Hügel“ um den Roque de los Muchachos.

Ein toller Blick auf die „Observatorien-Galerie“.

Die Aussicht von hier oben war gigantisch. Auch dafür hatte es sich gelohnt, hier hoch zu fahren.

Den höchsten Punkt bilden alte Vulkanschlote, die der Erosion von Wind und Wasser standgehalten haben. Zwischen 2.350 und 2.400 Metern Höhe befindet sich das Institutsgelände des Roque-de-los-Muchachos-Observatoriums. In der Nähe des Observatoriums verläuft eine Straße, die die West- und die Ostseite der Insel verbindet. Durch das Hochgebirgsklima ist diese Strecke stark durch Steinschlag gefährdet, der hauptsächlich durch schmelzendes Eis im Frühjahr entsteht. Der Berg gehört zum Parque Nacional de la Caldera de Taburiente und bildet den nordwestlichen Rand der Caldera. Vom Roque de los Muchachos kann man die Nachbarinseln Teneriffa, El Hierro und La Gomera sehen. Der Roque de los Muchachos ist mit einer Höhe von 2.426 Metern die höchste Erhebung der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma. Den höchsten Punkt bilden alte Vulkanschlote, die der Erosion von Wind und Wasser standgehalten haben. Quelle: Wikipedia. Koordinaten 28° 45′ 15″ N, 17° 53′ 5″ W

Auf dem Rückweg kamen wir diesem Teleskop ziemlich nahe.

Dann waren wir aber auch schon wieder draußen. Wir bogen links ab, denn von rechts waren wir ja gekommen.

Für künftige Besucherströme war man dabei, ein Besucherzentrum unterhalb der Observatorien zu bauen.

Die nun folgende Strecke bergab war gespickt mit engen, steilen Serpentinen; wir waren Michael für den Richtungstipp dankbar. Da hätten wir nicht hoch fahren wollen, fraglich auch, ob wir das mit KNUT geschafft hätten.

Zuerst erreichten wir die Wolkendecke.

Anschließend fuhren wir im Nebel. Es war so feucht, dass der Scheibenwischer in Aktion trat.

Endlich hatten wir „trockenes Land“ erreicht.

Endlich mal wieder eine Straße nach Peters Geschmack.

Höhlen, von der Natur oder dem Menschen geschaffen?

Auch in einen Tunnel konnten wir reinsehen.

Wegen der gesperrten LP-1 …… fuhren wir auf dem inzwischen bekannten Umweg zum CP La Laguna. Die Info war nicht besetzt. Aber wir kannten uns ja aus, wie man durch die Schranke kommt.

Dieses Mal stellten wir uns so, dass wir unsere Privatbank hatten.

Wir hatten nun La Palma „abgearbeitet“ und so gut wie keinen Winkel ausgelassen. Damit stellte sich die Frage, wo wir die Tage bis zur Fähre am 4.5. verbringen würden. Auch wenn in La Laguna das Wetter in 750 Meter Höhe wahrscheinlich nicht sehr sommerlich sein würde, entschieden wir uns dafür. Hier hatten wir alles wie Strom, Wasser, Sanitär etc. War ja auch egal, denn wir wollten arbeiten.

Michael erzählte von einem CP in Puntagorda. Den hatten wir nicht entdeckt. Deshalb wird Peter morgen mit dem Roller hinfahren, um diesen zu dokumentieren.

Hier noch die Aufzeichnung unserer heutigen Route. Klar kann man erkennen, warum die Anfahrt von Santa Cruz aus sehr viel entspannter ist.  Für Details bitte auf das Foto klicken.

 

 

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