2018 0414 Tag 139 Samstag: Tazacorte – Puerto de Espindola (La Palma)

Wir fuhren von den Bananenplantagen in Tazacorte ans Meer in Punta Espindola – Wagenwäsche inklusive

Heute war nicht unbedingt unser Tag, obwohl er so schön begann. Auf dem Parkplatz (natürlich in KNUT) hatten wir herrlich geschlafen. Allerdings nervten Hähne ab 3 Uhr nachts mit ihrem dauernden Krähen.

Gegen 11 Uhr wurden wir schon zum Foto-Shooting in der hauseigenen Bananenplantage erwartet. Während wir reichlich Fotos schossen, lernten wir noch einiges über den Anbau etc.Der Fruchtstand von Bananen wird als „Büschel“ bezeichnet. Ein „Büschel“ kann aus 6 bis 20 sogenannten „Händen“ bestehen, welche die einzelnen Reihen eines Büschels umfassen. Die einzelnen Früchte, die botanisch zu den Beeren gehören, werden meist 20 bis 35 Zentimeter lang und auch als „Finger“ bezeichnet. Sie sind länglich geformt, meist gekrümmt, im Querschnitt leicht kantig. Die Krümmung entsteht aufgrund des negativen Gravitropismus‚ Jede „Hand“ eines „Büschels“ enthält etwa 8 bis 20 „Finger“. Quelle: http://www.bananen-seite.de/Bananen/hand.html 

KNUT fanden wir unversehrt auf dem Parkplatz vor.Die Schreihälse von heute Nacht neben uns auf dem Grundstück konnten wir nicht entdecken, aber hören.

An dieser Haltestelle müssen Fahrgäste wohl öfter lange auf den Bus warten. Denn warum sonst kann man sich hier mit Wasser versorgen?

Heute würden wir quer übers Land auf die andere Seite der Insel fahren. Navi-HEIDI schickte uns wieder erst einmal hoch, hoch, hoch; KNUT meisterte die Anstiege aber ohne zu murren.

An den vielen verlassenen Häusern erkannten wir, dass wir den Küstenbereich verließen und uns dem Inselinnern näherten.

Irgendwann erreichten wir El Paso auf 630 m Höhe.El Paso ist seit 1837 eine selbständige Gemeinde auf der zu Spanien gehörenden Kanarischen Insel La Palma, zur Provinz Santa Cruz de Tenerife gehörig. Koordinaten 28° 39′ 8.66″ N17° 52′ 49.64″ W. Quelle: Wikipedia.
Die Gemeinde El Paso liegt im Zentrum der Insel La Palma. Sie ist die größte Gemeinde der Insel und die einzige, die keine Küste besitzt.Der Ort El Paso ist von Mandelbäumen und anderen Obstbäumen umgeben und kann mit zahlreichen archäologischen Fundstätten und Naturlandschaften von unvergleichlicher Schönheit aufwarten, darunter der Aussichtspunkt La Cumbrecita, die Schutzhütte El Pilar, Los Llanos del Jable, Las Coladas de San Juan, der Gipfel Pico Bejenado und der Nationalpark Caldera de Taburiente. Darüber hinaus kann man dort eines der schönsten und ungewöhnlichsten Phänomene der Insel bewundern: die Wolkenkaskade, die bei ihrem Zug vom Osten in den Westen der Insel von dem Berg Cumbre Nueva herunterfließt. Quelle: https://www.spain.info/de_DE/que-quieres/ciudades-pueblos/otros-destinos/el_paso.html

Das Centro de Visitantes ließen wir links liegen, denn wir bogen rechts ab – auf die Straße ohne Nummer.

Nicht zu übersehender Hinweis auf eine Area Recreativa.

Bei gutem Wetter handelt sich hierbei um eines der meist geschätzten und besuchten Erholungsgebiete. Dank der ausgezeichneten Lage etwa in der Mitte des Bergmassivs, welches die Insel in zwei Hälften teilt, ist es der ideale Ausgangspunkt für die bekannte Vulkanroute, die gleichzeitig Teil der interessanten Route El Bastón ist. Zufahrt: Über die Straße LP-301, die San Isidro (Breña Alta) mit El Paso verbindet. Oder vom Westen aus über die LP-3, die dann auf die LP-301 abzweigt. Öffnungszeiten: Montags bis freitags: 10:00 h – 18:00 h, Samstags, sonntags und Feiertage: 10:00 h – 14:00 h. Kontakte: E-Mail: gerencia@lapalma-cit.com/infoturismo@elpaso.es, Web: http://www.lapalma-cit.com, Tel./Fax: +34 922.485.733. Eintritt ist frei, teilweise beschränkt (Voranmeldung) Für die Nutzung der Küchen und der Campingzone ist eine vorherige Genehmigung notwendig. (Umweltministerium). Quelle: http://www.lapalmabiosfera.es/de/la-palma/lugares-visitables/item/area-recreativa-y-acampada-el-refugio-del-pilar

Höhenkontrolle? 5,00 m. Da kommen wir auf jeden Fall durch.

Nun war uns alles klar: Wir fuhren auf den Tunnel Nuevo la Cumbre zu, der eine immerhin beachtliche Länge von 2.650 m hat.

Dadurch kamen wir schnell auf der anderen Seite des Berges oberhalb von Santa Cruz raus.Ein kurzes Stück mussten wir durch Santa Cruz durch.

Da wir viel Zeit hatten, hielten wir an (fast) jedem Mirador (Aussichtspunkt). Der Einfachheit halber hier als Aufzählung in der Reihenfolge der Besichtigung. Wir bogen auf die LP-101 ein, hinauf zum Mirador de La Concepción.Bezüglich der schönen Aussicht über ganz Santa Cruz stimmte die Beschreibung.Diese Infotafel hatte auch deutsche Erläuterungen.Mirador de La ConcepciónDer Aussichtspunkt befindet sich am südlichen Ende eines Kraters, einem Naturdenkmal, und bietet eine herrliche Aussicht auf Santa Cruz de La Palma und auf den Hafen. In die andere Richtung kann man bis zum Flughafen blicken. Zufahrt mit dem Auto: Auf der LP-202 Richtung Las Nieves abbiegen und nachher die Straße LP-101 nehmen. Der Aussichtspunkt befindet sich am Ende der Straße, hinter der Wallfahrtskirche Ermita de La Concepción. Quelle: http://www.lapalmabiosfera.es/de/la-palma/lugares-visitables/item/mirador-de-la-concepcion

Ein Kreisverkehr mit einer weiblichen Statue dekoriert – wohl die Milchbäuerin.

 Horchposten oder Internet-Versorger? Internet ist inselweit fast überall sehr gut.

Die Fahrt ging weiter zur Real Santuario de Nuestra Señora de Las Nieves (Plaza de las Nieves, 17, 38700 Santa Cruz de la Palma, Santa Cruz de Tenerife, Spanien, Telefon +34 922 41 6337).

Einen Parkplatz zu finden war gar nicht so leicht, war doch viel Betrieb, auch ein Bus stand dort.

 Dort war viel los. Es war wohl eine große Tauf“party“ im Gange. Anlässlich der Taufe waren die Einheimischen in weiß gekleidet, …… die Frauen staksten auf dem unebenen Pflaster mit teilweise abenteuerlichen Absätzen herum.

Ein Kind wurde gleich an Ort und Stelle verpflegt.Für die Hungrigen gab es gleich nebenan ein Restaurant.Die auf einer Anhöhe oberhalb von Santa Cruz de la Palma gelegene einschiffige Wallfahrtskirche „Real Santuario de Nuestra Señora de las Nieves“ stammt in ihrer jetzigen Form aus dem 17. Jahrhundert. Sie beherbergt das Inselheiligtum, eine im 14. Jahrhundert gefertigte bemalte 82 cm große Terrakotta-Figur der Virgen de las Nieves (Jungfrau vom Schnee), der Schutzheiligen La Palma’s. Im Jahr 1676 wurde sie anlässlich einer Dürre angerufen und in einer Prozession in die Stadt hinuntergetragen. Als danach Regen eintrat, ordnete der damalige Bischof an, dass diese Prozession Bajada de la Virgen de las Nieves ab 1680 alle 5 Jahre wiederholt wird. Sehenswert sind der Hauptaltar aus dem 17. Jahrhundert und verschiedene flämische Skulpturen und Bilder im Kircheninneren. Quelle: https://www.holidaycheck.de/pi/real-santuario-de-nuestra-senora-de-las-nieves/bad65f48-bba3-323f-9635-2c2d9bd1f7b3

Unterhalb der Kirche entdeckten wir am Kreisel einen Wasseranschluss (an LP-101 Koordinaten 28,69322 N 17,78539 W). Der kam uns gerade recht, denn es wurde Zeit, den Tank aufzufüllen.Die Parkmöglichkeiten sind allerdings nicht gerade optimal.

Der Weg nach Punta Espindola führte uns wieder durch Santa Cruz. Im Hafen lag ein großes Kreuzfahrtschiff, das auch aus dieser Entfernung riesig wirkte.Aber nicht nur im Hafen lag ein großes Schiff, eins lag auch mitten in der Stadt – allerdings auf dem Trockenen.

Der nächste Mirador ließ nicht lange auf sich warten.

Mirador Barranco del Carmen Astronomischer Aussichtspunkt Breite: 28º 41′ 42,8″ N – Länge: 17º 45′ 38,4″ W – Höhe: 97,9 m. Obwohl dieser Aussichtspunkt in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt liegt, erlaubt dieser Standort eine ausgezeichnete Sicht auf den östlichen und südlichen Nachthimmel. Von hier aus wird der antike mythologische Blick auf das Meer gerichtet, der religiöse Hintergrund der Bewohner der Kanarischen Inseln thematisiert und Hinweise auf den Stern Canopus, hellster Stern im Sternbild Kiel des Schiffs, gegeben. Von hier aus ist darüber hinaus der Blick zum Polarstern genauso ausgeschildert wie die Lage der zirkuspolaren Konstellation, dem Großen Bären und Kasiopea. Quelle: http://www.starsislandlapalma.es/de/wandern-und-beobachten/astronomischer-aussichtspunkt/el-carmen/

Nee, also diesen Platz, den wir schon ein paar Tage vorher besichtigt hatten, können wir auch von oben besehen nicht wirklich als Stellplatz empfehlen.

Ein Stückchen weiter oben erreichten wir den Mirador Barranco de Los Gomeros (LP-1, 66B, 38700 Santa Cruz de la Palma, Santa Cruz de Tenerife, Spanien).

Bei diesem Aussichtspunkt sticht eine Bronzeskulptur ins Auge, die eine pfeifende kanarische Frau, die Richtung Horizont blickt, darstellt. Das Denkmal wurde in Erinnerung an die Anstrengungen der Einwohner aus Gomera, die nach La Palma vor allem während den 50er und 60er Jahre auswanderten und die der Entwicklung der palmerischen Landwirtschaft beitrugen, gebaut. Zufahrt: Über die Nordstraße LP-1, der Aussichtspunkt liegt neben der Straße hinter dem Stadtteil Barrio de Mirca. Quelle: http://www.lapalmabiosfera.es/de/la-palma/lugares-visitables/item/mirador-barranco-de-los-gomeros

Wir erreichten die nächste Gemeinde.

Wir bogen auf die LP-102 Richtung Martín Luis und Puerto Trigo ab.

Die Straße ließ nichts Gutes ahnen.

Auf dem Weg nach Puerto Paja ….… wollte uns Navi-HEIDI diese Straße runter schicken. NO!

Zur Playa de Nogales ging es recht kurvig und steil hinunter, …… so viel konnten wir von oben schon sehen.Hier auf dem Parkplatz am Playa de Nogales meinten wir unser Plätzchen für die Nacht gefunden zu haben. Wenn, ja wenn wir Internet gehabt hätten.Von hier aus hatte man einen direkten Zugang zum Strand – – allerdings etwas beschwerlich.Hier hätten wir es gut aushalten können, Wasser und Abfallbehälter waren vorhanden.

Die Hauptstraße fahren kann je jeder, also nahm Peter eine kleine einspurige Straße durch Bananenplantagen.

Das Schild über Bauarbeiten auf der Strecke ignorierten wir, was sich wenig später rächen sollte.

Zunächst passierten wir einen Wasserrohrbruch. Das war ja nicht schlimm. Dadurch bekamen wir gleich noch eine Wagenwäsche auf der Beifahrerseite  gratis. Wenn das alles war an Bauarbeiten, hatten wir ja nichts verkehrt gemacht.

Dann kam aber „das dicke Ding“ – deswegen auch: heute war nicht unser Tag.  Hier hielten wir erst einmal, um die Lage zu peilen.Die Straße war hinter dieser Kurve auf etlichen Metern bis auf den sandigen Untergrund aufgerissen. Peter inspizierte zu Fuß das kleine Stück und meinte, gleich da oben ist wieder eine richtige Straße. Das probieren wir, das schaffen wir!Unsere Bemühungen führten weder vorwärts mit Anlauf, …… noch mit Schwung weiter.

Auch der Versuch, rückwärts diese Klippe zu meistern, führte nicht zum gewünschten Ergebnis, dieses kleine Stück zu passieren; Die Kupplung wollte nicht. Das roch schon ziemlich brenzlig …

Ausnahmsweise – aber auch, weil wir keine Alternative hatten, kehrten wir um. Dadurch kamen wir in den Genuss der Autowäsche, dieses Mal auf der Fahrerseite.Hier atmeten wir erst einmal auf, dass wir aus dieser Nummer heil rausgekommen sind.

Wir fuhren also den ganzen Weg zurück bis zur LP-1, der wir ein ganzes Stück folgten. Hier hielten wir bei dem letzten Aussichtspunkt für heute: Mirador Jardín de Las Hespérides ( LP-1, 265, 38729, Santa Cruz de Tenerife, Spanien).Auch hier gab es Wasser.Mirador Jardín de Las Hespérides – Von diesem Aussichtspunkt aus kann man auf die Schlucht La Galga blicken. Er liegt neben dem Monument „Jardín de las Hespérides“, ein Tribut an den alten klassischen Mythos und dessen Verbindung zu den Kanarischen Inseln. Venus repräsentiert die Göttin Juno oder Hera, Symbol der Mutter Natur und der Fruchtbarkeit. Der Widder, Symbol der Sonne, steht für die goldenen Widder des Mythos und für die Argonauten. Die Insel La Palma wird mit dem Mythos von Juno in Verbindung gebracht, weil die Karthager und die Römer, die die Insel kannten, sie zu Ehren dieser Gottheit Junonia getauft hatten. Zufahrt: Über die Nordstraße LP-1. Der Aussichtspunkt liegt auf der Höhe des Dorfes Los Galguitos.  Quelle: http://www.lapalmabiosfera.es/de/la-palma/lugares-visitables/item/mirador-jardin-de-las-hesperides

Die Tunneleinfahrten hatten immer ein „Namensschild“, wie der hier z. B. Der hier heißt Chico.Unverhofft entdeckten wir an der LP-1 eine weitere Area Recreativa Los Galguitos, die wir inspizierten. Parkplätze waren vorhanden.Picknickmöglichkeiten waren vorhanden.Ebenso ein Kinderspielplatz.Wasserspender waren auf dem ganzen Platz verteilt.

Bevor wir auf die LP-104 nach Playa Puerto Espindola  abbogen, durchfuhren wir kurze und mitunter dunkle Tunnel.

Wieder ging’s hinunter ans Meer; Punta Espindola war erreicht. Jetzt hieß es nur noch einen möglichst ruhigen Platz für die Nacht zu finden.Direkt am / im Hafen konnten wir schon mal nicht stehen, also weiter suchen.Aber direkt am Strand war es uns genehm.Hier hatten wir Internet und konnten sogar über die Schüssel fernsehen, obwohl sich ein Berg direkt neben uns befand. In unmittelbarer Nähe befand sich ein Restaurant, das abends sehr gut besucht war, wie Peter bei seinem abendlichen Rundgang feststellte.

Zu guter Letzt noch unsere heutige Route.

Author: Eva Schreiber

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