2018 0415 Tag 140 Sonntag: Punta Espindola – Parque Recreativo La Laguna Barlovento (LaPalma)

Heute war wieder so ein Tag, den man eigentlich nicht braucht. Erst fuhren wir nach Los Tilos, um den dortigen Wasserfall zu sehen, aber keine Spur von Wasser. Dann folgten wir den Ansagen unseres Navis. Das brachte uns wie gestern in die missliche Lage, dass KNUT an einer Steigung den Dienst verweigerte. Zum Glück waren Anwohner zur Stelle, die uns informierten, dass wir auf dieser Straße mit einem Wohnmobil nie und nimmer durchkommen würden.

Schon morgens lachte uns die Sonne entgegen. Angler und Wassersportler waren schon am Strand.

Peter unternahm einen morgendlichen Rundgang und brachte ein paar Schnappschüsse mit. Z. B. ein „fliegendes“ Boot?

Dieses Kind hatte seine private Stranddusche.

Wollte da jemand KNUT an den Haken nehmen?

Dieses Restaurant war natürlich um diese frühe Morgenstunde noch leer,  gestern Abend war es aber sehr gut besucht.

Abfahrt! und noch ein dankbarer Blick zurück, war ein schöner Platz.

Erstes Ziel heute war Los Tilos, der dortige Wasserfall.

Auf der Fahrt zur Area Recreativa Los Tilos fuhren wir an merkwürdigen Felsformationen vorbei.

Die Straße LP-105 war recht eng, aber zum Glück Einbahnstraße.

Für Jogger gab es direkt an der Straße auch Fitnessgeräte.

Den Hinweisschildern folgend bogen wir ab, die Straße wurde enger.

Ab jetzt auf dem letzten Stück zu den Parkplätzen mussten wir mit Gegenverkehr rechnen. An dem ersten Parkplatz fuhren wir vorbei, er schien uns nicht geeignet für KNUT und außerdem VIEL zu weit weg vom eigentlichen Centro de Visitantes.

Am „richtigen“ Parkplatz stellten wir uns dicht an die Felswand in der Hoffnung, dass Busse an uns vorbei kommen und auch kein Steinschlag KNUT treffen würde.

Wir starteten wie etliche andere Touristen hinauf zum Area Recreativa Centro de Visitantes Los Tilos, Calle Los Tilos, s/n, 38720 La Palma, Santa Cruz de Tenerife, Spanien, www.cabildodelapalma.es TEL +34 922 45 12 46, geöffnet täglich 09:30-18:30.  Der Weg ging stetig bergauf.

Das Informationszentrum informierte über Flora und Fauna des hiesigen Gebietes.

Diesen Weg wollten wir heute nicht ausprobieren.Der Mirador liegt oberhalb des Barranco de Agua auf einer Höhe von 741 Metern bei Los Sauces. Der Mirador ist dem Wanderer vorbehalten und kann auf dem Wanderweg PR LP 7 von Los Sauces aus erreicht werden. Alternativ ist es möglich auf dem Wanderweg PR LP 7.1 vom Centro de Visitantes Los Tilos (Los Tiles) zu erwandern. Geboten werden Ausblicke in den Barranco de Agua. Der Aussichtsplatz eignet sich ideal als Rastplatz. Quelle: https://wandern-in-lapalma.de/2013/10/08/la-palma-wandern-mirador-aussichtsplatz-las-barandas/

Unterhalb des Centro de Visitantes befindet sich das Restaurant Casa Demetrio.Restaurante Casa Demetrio Tischreservierung 922 45 05 19
Los Tilos San Andrés y Sauces
Mitten im Lorbeerwald liegt dieses liebevoll geführte Restaurant.
Vor gut 30 Jahren wurde von Don Demetrio an diesem Platz ein Mini-Restaurant angelegt. Inzwischen ist Casa Demetrio gewachsen. Es gehört dem Ayuntamiento und wird seit Jahren von der aufgeschlossenen Juana Rodríguez Afonso geführt. Ab 10 Uhr morgens sind Gäste herzlich willkommen. Ausflügler, die mit dem Pkw kommen, finden ganz nah einen Parkplatz. Der fast ebene Weg führt auf die Waldterrasse mit rustikalen Holzbänken und –tischen. Dank der durchdachten Konstruktion können auch Menschen die Probleme mit den Beinen haben oder mit dem Rollstuhl kommen bequem Platz nehmen. Wer mag, kann auch drinnen sitzen. Das ist an kühlen Wintertagen durch den Kamin besonders angenehm. Die Speisekarte ist überschaubar und bietet leckere kanarische Gerichte für jeden Geschmack. Es gibt Fleisch, Fisch, Ziegenkäse, Yamswurzel, Salate, Eintöpfe und hausgemachte Nachspeisen. Juana kocht jeden Tag selbst. Ihre Spezialitäten sind Kaninchen frittiert mit Zwiebeln und Kaninchen in Soße. Die „papas agradecidas“ hat sie selbst erfunden. Erst waren sie eine typische Tapa zum Gläschen Wein, durch die rege Nachfrage sind sie nun fester Bestandteil der Karte. Im Service wird Juana von der freundlichen Jessica unterstützt, in der Hauptsaison hilft ihr eine weitere Köchin. Im Restaurante Casa Demetrio gibt es kein Wifi und keine laute Musik, dafür wunderbare Konzerte von Buchfinken, Amseln, Blaumeisen, anderen Singvögeln und die Rufe der Lorbeertauben. Die einheimischen Buchfinken lassen sich hier übrigens hervorragend beobachten und kennen Juana ganz genau. Ein idealer Platz, um eine Wanderung durch den Urwald von Los Tilos bei einem guten Essen ausklingen zu lassen oder einfach einen Kaffee mit etwas Süßem oder ein Glas Wein zu geniessen. Quelle: https://de.la-palma.travel/restaurant/restaurante-casa-demetrio/

Wir machten nur einen kurzen Rundgang, sahen nirgends einen Wasserfall. Konnte ja auch keiner sein, denn das Flussbett war knochentrocken.

Den tiefen Felseinschnitten nach zu urteilen, fließt hier nach starken Regenfällen viel Wasser den Berg runter.Der 511 Hektar große Lorbeerwald Los Tilos in der Gemeinde wurde 1983 von der UNESCO zum Biosphärenreservat La Palma ernannt. La Palma war somit die erste spanische Insel, die diese wichtige internationale Anerkennung erhielt. 1998 wurde das Gebiet auf eine Fläche von 13.000 Hektar erweitert, die etwa 16 % der Inselfläche abdeckt. Der Lorbeerwald Los Tilos auf La Palma zählt zu den am besten erhaltenen seiner Art auf der ganzen Welt. Grund ist das feuchtwarme Klima vor Ort, das sich seit der Entstehung der Insel kaum verändert hat. 

Talbrücke bei Los SaucesDie Bogenbrücke Puente de Los Tilos befindet sich in der Gemeinde San Andrés y Sauces im Nordosten der Kanareninsel La Palma. In einer Höhe von 150 Metern verläuft diese über dem Barranco de Agua im UNESCO Biosphärenreservat Los Tilos. Ihre Länge beträgt 319 Meter und die Spannweite 255 Meter. Die Puente des Los Tilos gilt als die längste und höchste Brücke dieser Art in ganz Spanien. Sie ist Teil der Landstraße LP-1, die die Inselhauptstadt Santa Cruz mit den Gemeinden im Norden des Eilands verbindet. Mit dem Bau der Brücke wurde im Juni 2001 begonnen, ihre Einweihung fand im Dezember 2004 statt. Quelle: https://www.online-destination.de/spanien/la-palma/kuestenregionen/los-sauces-talbruecke.html

KNUT fanden wir – trotz der Warnung – unversehrt vor.

Nachdem wir auf der Hinfahrt die Bogenbrücke nur gesehen hatten, fuhren wir jetzt darüber nach Los Sauces.

Für Fußgänger hatte man auch auf diesem Teilstück der einspurigen Straße einen gesicherten Bereich geschaffen.

In Los Sauces „rauschten“ wir nur durch.

Höhlen mit pflanzlichen Vorhängen?

Immer wieder schön anzusehen, wie farbenfroh die Häuserfassaden gestaltet sind.

Aber dann war Schluss mit Lustig. Los Tilos war ja unser einziger POI heute. Daher machten wir uns auf zum Campingplatz. Das war wieder so eine Sache. Peter folgte brav den Ansagen von Navi-HEIDI. Die brachten uns aber wieder in die missliche Lage, dass KNUT den Dienst verweigerte, nachdem er sich schon tapfer auf so manch schmalem Weg in die Höhe „geschraubt“ hatte. Lust auf eine weitere Abenteuerfahrt? Dann bitte

Hinter dieser Engstelle war dann bald Schluss. Vor lauter Aufregung vergaß Eva sogar das Fotografieren.Das endete damit, dass die Antriebsräder wieder durchdrehten und es schon brenzlig roch (als würde jemand flechsen). Es hätte nicht viel gefehlt, und wir wären auf der steilen Straße ohne unser Zutun abwärts gerutscht. Zum Glück nicht, dafür musste Peter ein ganzes Stück rückwärts rollen lassen. Und gerade als wir wenden konnten, kam von unten und oben jeweils ein Auto … Naja, man gönnt sich ja sonst nichts.

Runter war’s natürlich viel einfacher – wir kannten ja den Weg o:)

Diese schmalen Autos sind für den Einsatz auf diesen engen Straßen gut geeignet.

Wir mussten einen 10 km längeren Weg fahren, um zum Campingplatz La Laguna Barlovento zu gelangen.

Das hatte uns heute gerade noch gefehlt: Die LP-1 war gesperrt, also wieder die eigentliche Route ändern.

So kamen wir durch den Hauptort Barlovento, …

… um dort auf die LP-109 abzubiegen.

Die Ausschilderung war gut, also keine Möglichkeit sich zu verfahren.

Noch ein kleines Stück durch “ diese hohle Gasse“ ….

… dann hatten wir unser Ziel erreicht.

Der Badesee, den uns die Dame von der Tourist Info in Tazacorte empfohlen hatte, entpuppte sich als Stausee, umgeben von einem Zaun.Staubecken Laguna de Barlovento Zur Deckung des Wasserbedarfs für die Bananenplantagen in der Gemeinde Barlovento wurde von 1971 bis 1975 ein Staubecken Laguna de Barlovento mit einer Kapazität von 5,5 Millionen m³ gebaut. Hierfür wurde ein Krater oberhalb Braloventos, auf 600 Meter über dem Meer genutzt, in dem sich ein natürlicher Teich befand und von den Bewohnern als Waschplatz genutzt wurde. Das Staubecken war in dieser Dimension der größte Wasserspeicher, der bislang auf den Kanarischen Inseln und in Spanien gebaut wurde. Die etwa 250.000 m² große Bodenfläche des Staubeckens wurde mit einer Lehmschicht abgedichtet, deren Leckverluste jedoch deutlich höher waren als vorherberechnet. Auch mit dem Einsatz anderer Tonerden konnte kein ausreichender Nutzen des Bauwerks als Wasserspeicher erreicht werden. 1990 entschied man sich, die riesige Fläche der Speicherwandung mit einer wasserdichten PVC-Folie auszukleiden. Die Belegung erfolgte aus Kostengründen bis zu 25 Meter der 30 Meter hohen Böschungswand. Quelle: Wikipedia

Nicht zu übersehen: Wir waren angekommen.

Die Information / Anmeldung des Parque Recreativo La Laguna hatte gerade Mittagspause 13.00 – 15.00 Uhr. So warteten wir bei einem 2. Frühstück, dass die Info wieder geöffnet hatte.

Die Anmeldung war letztlich problemlos. Die Kosten sind unterschiedlich: sonntags und feiertags kostet es 9 €, wochentags nur 4,50 € – mit Strom, Dusche, V+E. Da haben wir gleich mal für 2 Tage gebucht.

Wo man stehen wollte, war einem selbst überlassen. An allen Plätzen gab es Stromanschluss sowie an den Service-Häuschen (Kalt)Wasser und Abwaschgelegenheit.  An Sitzgelegenheiten im Freien war auch kein Mangel.

Bei einem Rundgang über das Gelände entdeckten wir an einem Teich Enten-Nachwuchs.

In ca. 700 m Höhe gelegen ist der Park Recreativo Laguna Barlovento mit seinem ebenen Gelände ein beliebter Treffpunkt. Außenküchen mit Feuerstellen, Trinkwasser, Licht und Stromanschluss sind ideal für Feiern im Familien- und Freundeskreis. Die Sanitäranlagen verfügen über solarbetriebene Duschen. Es gibt einen Kinderspielplatz und WiFi. Direkt im Park können Sie im Restaurant Las Goteras speisen oder einen Kaffee trinken. Auch Campingfreunde kommen hier unter. Es stehen Zelt- und Wohnwagenplätze mit Stromanschluss für ca. 450 Personen zur Verfügung. Telefon: +34 922. 696. 023 / 639.837.936/ 639.837.924, Web:www.senderosdelapalma.com. Quelle: https://de.la-palma.travel

Morgen werden wir uns mal wieder etwas bewegen und eine kleine (Kochbuch?) Wanderung unternehmen.

Wenn man sich die Karte anschaut, war unsere heutige Strecke doch gar nicht schlimm – oder?

Author: Eva Schreiber

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