2018 0423 Montag, 148. Tag: Wir verließen den Parque Recreativa Laguna Barlovento und fuhren nach Don Pedro (La Palma)

Heute hatten wir endlich die Nase voll von dem abscheulichen Wetter. Es war uns auf die Dauer schlicht weg zu kalt. Daher machten wir uns auf den Weg, ein paar noch unentdeckte Ecken der Insel zu erkunden. Also auf zu Don Pedro. Hier handelte es sich nicht um einen Mann, sondern um einen Mirador bzw. eine kleine Häuseransammlung.

Das bisschen Sonne von gestern hatte der Solaranlage gereicht, warmes Wasser für die Duschen zu bereiten. Das haben wir natürlich ausgenutzt und genossen es.

Und das Wichtigste heute: Scooty (Unser Motorroller) aufladen. Wir hatten uns immer davor gescheut, per Hand Scooty, der immerhin 130 kg wiegt, auf den Träger zu schieben. Jetzt mussten wir es tun, da die Winde kaputt war. Es klappte aber besser als gedacht nach dem Motto „einer zog und einer schob ihn“, und das bereits im ersten Anlauf.

Wasser tankten wir wieder mit unserem chinesischen Wunderschlauch (das blaue Stück auf dem Foto). Diese Anschaffung hat sich inzwischen schon mehrmals bezahlt gemacht.

Bei der Ausfahrt wollten wir bezahlen, aber die Info war zu, obwohl es 12 Uhr war und die Öffnungszeit vormittags erst um 13 Uhr endete. Also suchten wir passendes Kleingeld zusammen und brachten es zu Michael, er möge es für uns bezahlen.

Auf den ersten Kilometern sahen wir fast nichts, so dicht war der Nebel.

Erster Stopp war Barlovento, um bei SPAR einzukaufen.

Gleich danach entdeckten wir einen Leuchtturm auf einer Mittelinsel direkt an der Straße.

Die Technik hatte man im Originalzustand belassen.

Auf dem Weg nach La Fajana entdeckten wir in der Felswand Höhlen, die zur Zeit wohl unbewohnt sind.

Runter zum Meer nach La Fajana war dann nicht so lustig. Anfahrt über die Nordstraße LP-1 aus Richtung Barlovento nach La Fajana abbiegen auf die LP-106. So hatte es uns Michael beschrieben.

Bis hinunter ans Meer mussten wir etliche kurvige Höhenmeter überwinden.

Auf dem letzten Stück fuhren wir direkt dem Meer entgegen, nur der Zustand der Straße ließ zu wünschen übrig.

Auf dem Parkplatz war nicht viel los, so dass wir KNUT gut parken konnten.

Erst dachten wir, es hätte jemand seine Schwimmflossen vergessen. Es war jedoch ein Kunstwerk!

Wir entdeckten auch eine Versorgungsmöglichkeit am Ende des Parkplatzes; aber auch nur, weil sich an dem Deckel ein Stück Seil befand.

Übersicht und Informationen über die Meerwasserschwimmanlage.

Auch hier waren Hunde verboten.

Zugang zu den Schwimmbecken.

Das Besondere: Die Becken sind über Stege miteinander verbunden.

Agua Potable konnte man hier auch zapfen.

Die Sanitäranlagen – Toiletten, Waschgelegenheiten – waren sauber; die Duschköpfe hatte man abmontiert.

Dafür gab es Außenduschen – für die Harten …

Sogar ein Fundbüro hatte man eingerichtet.

Für ein städtisches Bad eine tolle Einrichtung, allerdings gespickt mit vielen Verboten.

Für Hungrige nach dem Bad gibt es das Restaurant nebenan. Piscinas de La Fajana sind Naturschwimmbecken an der Nordostküste der Kanarischen Insel La Palma, im Weiler La Fajana der Gemeinde Barlovento, in der Bucht Riegos de Lino. Der Weiler und die Naturschwimmbecken sind über die Hauptverbindungsstraße LP-1, etwa auf halben Weg der zwischen den Dörfern Los Sauces und Barlovento, und von dort über eine Nebenstraße erreichbar (von beiden Orten jeweils etwa 6–7 km). Die Naturschwimmbecken liegen an der steilen Felsenküste und bestehen aus einem großen und zwei kleineren Becken. Sie sind über Betonbarrieren vom Atlantischen Ozean getrennt und erhalten ihren natürlichen Wasserzulauf über die Meeresbrandung. Erste Arbeiten zur Nutzung als Schwimmbecken gehen auf das Jahr 1976 zurück. Vorher diente die Bucht den Einheimischen als Waschstelle. 1994 wurden sanitäre Einrichtungen mit Toiletten und Umkleidekabinen geschaffen. 2011 wurden die Anlagen erneuert. Quelle: Wikipedia

Gleich nebenan befand sich Camajuani Estación de Acampada. Das war privates Gelände und glich mehr einer Hüttensiedlung. Es war niemand da. Deshalb konnten wir uns ungehindert umsehen. Hier ein paar Eindrücke – wie würdet ihr diese „Ansiedlung“ nennen?

Es gab wie so oft nur eine Straße hierher, deswegen mussten wir den gleichen Weg zurück. Wir freuten uns schon: Eine Bodega! Davon war aber nur noch das Schild vorhanden.

Bei dem nächsten Punkt sollten sich Häuser befinden und die Straße war als durchgehend beschrieben. Wir konnten nicht kontrollieren, ob das zutrefend war, ein Tor hinderte uns daran.

Ein kleines Stück konnten wir durch das Tor sehen, brachte uns aber auch nicht weiter.

Hier forderte uns unser Navi auf: jetzt rechts abbiegen nach Topaciegas. Pah, nach eingehender Betrachtung der Gegebenheiten entschlossen wir uns, es nicht zu tun.

Hier hat die Erde sich ganz schön aufgeschichtet.

Wir mussten ganz schön hoch sein, denn wir waren mit den Wolken auf gleicher Höhe.

Barrio Gallegos war unser nächstes Ziel. Das war aber auch nicht leicht zu erreichen.

Irgendwo da unten wollten wir hin.

Die Durchfahrt konnte ja wieder heiter werden.

Das wurde uns dann doch zu brenzlig und wir kehrten um – wenn möglich bitte wenden; Peter machte es möglich.

In Franceses versuchten wir unser Glück, runter zum Meer zu gelangen.

Das war wieder Abenteuer pur, die Straße wurde immer enger.

Hier gaben wir auf, denn die Straße war als Wanderweg ausgeschildert, und das kann KNUT noch nicht.

Man kann ja sagen was man will, malerische Straßen haben die ja hier.

Und so schön eng…

Und begrünt neben und auf der Fahrbahn.Maximale Geschwindigkeit 20 km/h? Was es damit auf sich hatte verstanden wir recht bald.

Die Wand an der Zufahrt zur Schule war mit einem bunten Grafitti geschmückt. Besonders gefiel uns „old school“ …

Nach kurzer Fahrt durch Sonnenschein waren wir auf der D-109 wieder von Nebel umgeben. So schnell ändern sich hier die Wetterverhältnisse.

Kein Wunder, wir hatten wieder einmal einen Roque erklommen. Roque del Faro ist ein Vorort von Garaffia.

Uns begegneten auch glückliche Hühner, die neben der Straße nach Futter suchten.

Dann versuchten wir es in El Tablado.

Von oben besehen sah das malerisch aus.

Den Versuch, dort hin zu kommen, brachen wir ab.

Der Weg schien uns für KNUT wenig geeignet.

Einige Straßenabschnitte waren speziell für 4×4-Fahrzeuge ausgeschildert. Wahrscheinlich zum Glück, sonst wäre Peter da ohne Bedenken reingefahren.

Der Gipfel war eine Straßenbaustelle, ohne Vorwarnung – Kein Weiterkommen und keine andere Möglichkeit, auf einem anderen Weg zu dem Kreisverkehr – und damit zum Campingplatz San Antonio – zu gelangen. – Also wieder zurück.

Es war nicht zu leugnen: Es war Frühling. Überall grünte und blühte es.

Jetzt kam Don Pedro ins Spiel.

Toller Weg, wie für uns gemacht bis 3,5 t.

Die Straße öffnete sich. Das Gestein zeigte wieder ganze Farbenpracht.

Wir erreichten den Mirador „Don Pedro“ und blieben hier über Nacht stehen.

Wahrscheinlich war mit Mirador gemeint, dass man von hier links in ein Tal und rechts in ein Tal gucken konnte …

Aber das war uns alles egal. Wir blieben stehen, war es doch schon nach 17 Uhr.

Die heutige Fahrt war wieder mal abenteuerlich und voller Überraschungen, wie man unschwer an den Aufzeichnungen des heutigen Tages erkennen kann. Für Details der Strecke bitte auf das Bild klicken.

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