2018 0424 Dienstag, 149. Tag: Don Pedro – Puntagorda (La Palma)

Heute war sozusagen „Mirador- und Campingplatz-Hopping“ angesagt. Aber auch der Abenteuerlust von Peter frönten wir, denn so manche Straße, die Peter ausgeguckt hatte, war für KNUT eigentlich nicht geeignet. Eva zeigte ihre Qualitäten als Hundeflüsterin, das kann sie echt gut!

Wir standen verhältnismäßig früh auf, um nicht wie gestern hintenraus unter Zeitnot zu geraten. Es kam aber fast wieder so. Der Morgen  begrüßte uns trocken und teilweise sonnig.

Gleich morgens kam eine ganze Hundeschar in geschlossener Formation auf uns zu. Ob das gut geht?Der Kleinste – wie immer – hatte die größte Schnauze, sprich, bellte am lautesten.

Es löste sich alles in Wohlgefallen auf. Die Meute war nur angetreten, um sich Streicheleinheiten abzuholen.

Kalt wie KNUT war, musste er sich gleich bergan quälen.

Wir fuhren also im Nebel los, der eine ganze Weile anhielt. So machte das Fahren keinen Spaß, denn wir sahen nichts.

Bald hatten wir wieder die Hauptstraße erreicht.

Den Kulturpark La Zarza besuchten wir nicht.

Lediglich diese Figur, die etwas zurückgesetzt an der Straße stand, konnten wir erblicken.Der Kulturpark La Zarza auf La Palma verläuft über eine große Mulde zwischen den Gemeinden von Llano Negro und La Mata. Als spektakulär gelten vor allem seine einmaligen im Jahr 1941 entdeckten Felszeichnungen. Diese gehören zu den bedeutendsten Funden auf der Kanareninsel. Quelle: https://www.online-destination.de/spanien/la-palma/kuestenregionen/la-zarza.html

Hierbei handelt es sich um eine der bekanntesten archäologischen Fundstätten der Insel. Sie liegt in der Gemeinde von Garafía zwischen den Ortschaften La Mata und Llano Negro. Der Park besteht aus zwei Orten mit Felszeichnungen: La Zarza und La Zarcita. Der Kunstpark La Zarza umfasst insgesamt 29 und La Zarcita hat insgesamt 18 Steinplatten mit Felszeichnungen. Zum Kulturpark gehört außerdem ein Interpretationszentrum,das unter anderem in einem Ausstellungsraum über die Kultur der Ureinwohner informiert.  Zufahrt über die Nordstraße LP-1. Der Park liegt am Kilometer 59 auf der Höhe von La Mata. La Mata s/n., Öffnungszeiten im Winter 11:00 h – 17:00 h., Öffnungszeiten im Sommer: 11:00 h – 19:00 h.  (Juni-Oktober), Telefon/Fax: +34 922.695.005 / 922.400.512,E-Mail: pclazarza@hotmail.com, Web: http://www.garafia.es. Quelle: http://www.lapalmabiosfera.es/de/la-palma/lugares-visitables/item/parque-cultural-la-zarza

Der Kulturpark La Zarza auf der Kanarischen Insel La Palma liegt zwischen den Orten Llano Negro und La Mata und gehört zu Garafia. Besonders botanisch interessierte Besucher kommen im Kulturpark La Zarza auf ihre Kosten. Ein ausgeschilderter Wanderweg führt vorbei an verschiedenen Exoten bis hin zur seltenen Dornbuschquelle. Nähere Informationen erhält man im Besucherzentrum direkt am Park- und Rastplatz. Quelle: https://www.expedia.de/vc/reisefuehrer/kulturpark-la-zarza-garafia-59590

Wir starteten einen zweiten Versuch, den Campingplatz San Antonio in GARAFÍA zu erreichen in der Hoffnung, dass die gestern nicht befahrbare Straße heute fertig sei. Zwischendurch hatte unser Navi die wahnwitzige Idee, rechts in diesen Weg abzubiegen.

Machten wir nicht, sondern fuhren diesen schmalen Weg weiter, quasi hintenrum nach San Antonio del Monte.

Wir kamen exakt an dem Kreisverkehr vor dem Eingang raus.

Wir hatten Glück, nur nicht mit dem Wetter, es fing an zu regnen genau in dem Moment, als wir uns den Platz näher anguckten.

Auf den Plätzen waren genügend Stromanschlüsse vorhanden.

Was sich hinter dieser Klappe verbarg, wollte Eva unbedingt wissen. Wer hätte gedacht, dass es sich um einen Pizzaofen handelte.

Jede Hütte hatte aber auch ihren eigenen Grill.

Die Sanitäranlagen präsentierten sich sauber – nach Geschlechtern getrennt o:)

Wir fanden auch eine Preisliste…

… und diesen Übersichtsplan der Anlage.

Ein unbekanntes Kunstobjekt von einem unbekannten Künstler vor den Toren der Zona de Acampada San Antonio del Monte.

Man muss nicht unbedingt auf den Platz fahren, um Wasser tanken zu können; ein Anschluss befand sich an der kleinen umlaufenden Mauer.

An der Rückseite der Zona de Acampada erahnten wir im Nebel eine Kirche.Zona de Acampada San Antonio del Monte, Die Nutzungserlaubnis erhalten Sie bei: Unidad Insular de Medio Ambiente, Avenida de los Indianos, 20, E-38700 Santa Cruz de la Palma,Tel.: +34 922 411 583, Parkplatz, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung (Bitte vorher nachfragen), Tiere erlaubt.

Auf der LP-112 machten wir uns dann auf den Weg nach Puntagorda. An der Straße wurde immer noch gewerkelt.

Santo Domingo ließen wir rechts liegen.

Der Mirador Tanausú wie auch der Mirador El Serradero lagen auf unserem Weg.

Der Mirador Tanausú

Auch hier: Wasser zapfen kein Problem.

Für deutsche Besucher gab es auch eine deutsche Erläuterung.

Die Aussicht von hier war wirklich beeindruckend.Der Mirador Tanausú gedenkt dem letzten Guanchen-König, der sich eher umbrachte als von den Spaniern erobert zu werden. Der im Jahr 2013 eingeweihte Aussichtspunkt wurde nach dem letzte König der Guanchen auf La Palma benannt. Dieser herrschte bis zur Eroberung durch die Spanier über sein Königreich Acero, die heutige Caldera de Taburiente. Danach wurde der König Tanausú gefangen genommen. Bei seiner Deportation auf das spanische Festland sollen seine letzten Worte „Ich will sterben“ gewesen sein, bevor er tatsächlich aus dem Leben schied. Der nach ihm benannte Mirador befindet sich oberhalb der Gemeinde Santo Domingo de Garafia.Quelle: https://www.online-destination.de/spanien/la-palma/kuestenregionen/mirador-tanausu.html

Zufällig vor die Linse geraten – diese beiden Flug“objekte“.

Auf unserem weiteren Weg gelangten wir nach GaraffíaGarafía (vollständiger Name: Villa de Garafía) ist die nördlichste der 14 Gemeinden der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma. Der Verwaltungssitz ist Santo Domingo de Garafía. Quelle: Wikipedia

Peter widersetzte sich bei dem Anblick dieser Gasse der Anweisung unseres Navis „jetzt rechts abbiegen“ – NEVER!Was wir hier nicht wussten: Später MUSSTEN wir hier hoch!

Die Streckenführung war etwas irritierend, aber es gab keine andere Möglichkeit, durch diese „hohle Gasse“ zu fahren.

An der fast engsten Stelle der Straße hielten wir am Aussichtspunkt El Chorro.

Zentrale Wasser-Entnahmestelle, die für unsere Verhältnisse nicht sehr vertrauenserweckend aussah.

Eine alte Mühle hatte man stehen gelassen.

Von hier konnten wir schon sehen, wo und welche Straße wir aus dem Ort heraus fahren würden. Naja, das konnte ja heiter werden.

Hier ging’s ja noch …

Weiter ging’s an bizarren Felswänden vorbei.

Hier hatte jemand einen tollen Garagenplatz für sein Auto gefunden.

Es kam aber noch besser und enger. Nach kurzer Strecke kam uns ein PKW mit einem deutschen Pärchen entgegen. Warum? Weil selbst die mit dem PKW weiter oben nicht durchkamen.

Das hieß für uns: Umkehren – und wenden „in 3 Zügen“.

Also alles wieder zurück.

Im Ort erwartete uns der Horror.

Es führte nämlich kein anderer Weg als durch diese hohle Gasse. Mit Ach und Krach, durchdrehenden Reifen und mit letzter Kraft schaffte KNUT es hinauf und hinaus, denn hier kamen viele Faktoren zusammen: Steigung, Feuchte, Kopfsteinpflaster, scharfe 90°-Kurve -und unsere ungünstige Lastverteilung sowie Frontantrieb.

Puh, noch mal gut gegangen – was waren wir froh, als wir wieder eine normale Straße unter den Rädern hatten und Richtung Puntagorda abbiegen konnten.

Auf der LP-1141 fuhren wir immer am Meer entlang. Die Straße war wieder sehr eng. Wir hofften, dass uns kein Auto entgegen kommen wird; das ließ sich aber nicht vollständig vermeiden.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung hatte ihre volle Berechtigung.

Von hier oben sahen wir bereits Felsen vom Wasser umtost.

Dann konnten wir unser Ziel bereits sehen …

… und hatten es auch „schon“ erreicht. Den Parkplatz hatte man nicht begradigt und das abfallende Gelände zwar asphaltiert aber ansonsten naturbelassen.

Den Parkplatz am Mirador El Serradero erreichten wir gegen 14:30 Uhr.

Auch hier war an Wasser kein Mangel.

Klar mussten wir – wie viele andere Besucher auch – an diesem Mirador posieren.

Ein Aussichtsplatz (Mirador) der herrliche Ausblicke auf die Steilküste bietet. Die vorgelagerten drei Felsen sind das Besondere dieses Mirador. Ein grandioses Schauspiel wie der Atlantische Ozean seine Wellen gegen die Felsen wirft. Seit einiger Zeit hat der Mirador einen neuen Namen ein offizielles Schild bezeichnet den Mirador mit El Serradero Für Autofahrer ist die Zufahrt direkt bis zum Aussichtsplatz möglich. Spazierwanderer können auf einem Pfad, bis zum Meer absteigen, dort trifft man auf Casitas (Hütten) von Einheimischen. Es bietet sich der Ausblick auf den Strand Bujarén der im Sommer bei schwacher Brandung benutzt werden kann. Die vorgelagerten Felsen Roque de Santo Domingo, Roque de los Tabaibas, Roque del Guincho bieten sich als Fotomotive an, besonders bei einer höheren Brandung ergeben sich ausgezeichnete Fotos. Quelle: https://wandern-in-lapalma.de/2012/11/27/la-palma-wandern-ausichtsplaetze-mirador-del-puerto-de-santo-domingo/

War ja klar: Alles, was wir vorher runter gefahren sind mussten wir jetzt wieder hoch.

An der LP-114 bei KM 12 waren reichlich Parkmöglichkeiten vorhanden, auf denen man sicherlich auch übernachten könnte.

An den Hängen sahen wir immer wieder kleine Ansiedlungen. Naja, immerhin landschaftlich reizvoll.

KNUT mal volle Breitseite im Bild.

Heute ließen wir auch gar nichts aus. Peter hatte in Google Earth in Callejoncito einen Strand gesehen, da wollte er unbedingt hin.

Gerade als wir in die Straße einbiegen wollten, kam ein Auto mit einem jungen Mann uns entgegen. Der erklärte uns, dass der Weg durchaus mit einem Wohnmobil zu befahren sei, allerdings sei das letzte Stück sehr steil. Zum Strand müsse man aber zu Fuß gehen. So weit, so gut.

KNUT schaffte auch diese Hürde – allerdings mit vorheriger Begutachtung der Wege zu Fuß – bis kurz vor den Wendehammer, wo auch der Abstieg zu Fuß begann.

Der Abstieg per pedes runter zum Strand war steil, lang und steinig.Im Internet fanden wir dieses Video, das unten am Strand aufgenommen wurde. Stellt sich (für uns) die Frage: Warum hätten wir da runter laufen sollen? https://www.youtube.com/watch?v=BhSGJLOOzac

Also machten wir nur ein paar Fotos. KNUT musste wieder einmal wenden. Das war verhältnismäßig easy, das hatten wir schon schwieriger, sozusagen: Wenden in 3 Zügen.

Irgendwann musste Peter eine Vollbremsung hinlegen. Das Ergebnis:Eine Luke war nicht zu und hatte ihren Inhalt von sich gegeben. Das war aber nicht alles, wie wir später feststellten.

In grauer Vorzeit haben scheinbar viele Menschen in Höhlen gewohnt.

Unser Navi hatte die tollsten Ideen was das rechts abbiegen betraf.

Hier wollte es uns „scharf rechts abbiegen lassen“. Da wären wir wahrscheinlich nicht weit gekommen.

Selbst auf gut ausgebauten Landstraßen gab es unverhoffte Engpässe.

Ländliche Tourist-Info

Puntagorda ist eine der 14 Gemeinden der Kanareninsel La Palma. Verwaltungssitz ist der gleichnamige Ort, während El Pinar die größte Ortschaft ist. Puntagorda befindet sich im Nordwesten La Palmas und grenzt im Norden mit dem Barranco de Izcagua an die Gemeinde Garafía und im Süden mit dem Barranco de Garome an die Gemeinde Tijarafe. Die Gemeinde ist geprägt von landwirtschaftlichem Gemüseanbau, artenreicher Vegetation und einer Vielzahl von Mandelbäumen. Das Dorf Puntagorda ist Verwaltungszentrum in einer leicht abschüssigen Gegend auf etwa 600 Metern über Meeresspiegel. Das Klima ist trocken und sonnig, im Winter gibt es viele Niederschläge. Quelle: Wikipedia

Wir hofften, auf dem Campingplatz bzw. der Area Recreativa El Fayal stehen zu können. 

Area Recreativa El Fayal. El Fayal ist ein Wald aus prächtigen Kiefern und einer Bodenvegetation aus Baumheiden und Gagelbäumen (fayas), nach welchen dieser Ort benannt wurde. Hier liegt ein ruhiges Erholungsgebiet, ein idealer Ort um sich auszuruhen und zu den Tag zu genießen. Zufahrt; El Fayal liegt im Norden des Stadtzentrums der Gemeinde. Den Bauernmarkt von Puntagorda erreicht man über die Straße Camino del Pinar. Wenige Meter weiter ist das Erholungsgebiet. Quelle: http://www.lapalmabiosfera.es/de/la-palma/lugares-visitables/item/area-recreativa-el-fayal

Bauernmarkt von Puntagorda  – heute leider geschlossen

Die Zufahrt zum Gelände El Fayal war jedoch zu, es war auch kein Wohnmobil oder ähnliches auf dem Gelände zu entdecken. Auf dem Parkplatz vor dem Gelände hätten wir nicht gerne die Nacht verbracht.

Wir guckten uns um und entdeckten als Attraktion gegenüber dem Area Recreativa zwei Aussichtsplattformen aus Glas, aber nicht mit Glasboden.

Von hier hat man einen herrlichen Blick weit ins Land. Wir sahen jedenfalls vor lauter Bäumen nichts.

Eva liebt ja Spiegelbilder, auch hier ließ sie ihrem Talent freien Lauf.

Eva entdeckte dann ungefähr 200 Meter weiter einen freien Platz am Ortsausgang. Da stellten wir uns hin – und wurden auch in keiner Weise belästigt bzw. gestört. Auf der Straße nebenan war nicht viel los, jedenfalls bekamen wir davon so gut wie nichts mit.

Heute war irgendwie nicht unser Tag. Nicht nur, dass sich der Inhalt einer Luke selbstständig gemacht hatte, abends verteilte sich auch noch Mehl auf dem Boden.

Abends zog sich der Himmel zu, Nebel zog herein und es fing an zu regnen. Kühl war es natürlich auch, befanden wir uns doch in 700 m Höhe.

Wir haben trotz der kühlen Nacht nicht geheizt, wir waren das ja schon fast gewöhnt.

Peter machte sich nach dem Abendessen auf den Weg eine Bar zu finden, wo er das Kloppo-Spiel sehen konnte. Ganz begeistert kam er zurück: 5:2 für Liverpool gegen Rom.

Für Einzelheiten zu unserer heutigen Tour einfach auf das Bild klicken..

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