Mit dem Wohnmobil auf die Kanaren

Mit dem Wohnmobil auf die Kanaren

Zugegeben: Um auf die Kanarischen Inseln zu kommen, müsst ihr eine längere Strecke mit dem Wohnmobil zurücklegen. Es lohnt sich aber diese Reise auf sich zu nehmen. Traumhafte lange Sandstrände, strahlendblaues Meer und weiße Dünen gibt es gratis dazu. Wem das noch nicht genügt, für den gibt es jede Menge auf den Inseln zu entdecken: Vom Tauchen, Windsurfen, Golfen bis hin zum Reiten und Wandern.

Die Kanarischen Inseln bestehen im Wesentlichen aus Gebirge mit den dazugehörigen schmalen, teilweise steilen und kurvigen Straßen. Die Hauptstraßen sind alle asphaltiert und werden auch von den Buslinien befahren. Wir sagen uns: „Wo ein Bus fährt, kann auch ein Womo fahren“. Mit einem kleineren Womo ist es aber deutlich einfacher.

Auf allen Inseln gibt es zahlreiche Womos. Überwiegend Einheimische und Festlandsspanier, aber auch viele Deutsche und andere Kontinental-Europäer.

Echte Stellplätze gibt es nur an wenigen Stellen. Häufig sind das dann Plätze, die von Camping-Vereinen privat betrieben werden und auf denen auch Nicht-Mitglieder stehen dürfen.

Der Standard ist noch niedriger als bei den richtigen Campingplätzen: es gibt nur eine ganz einfache Entsorgung, manchmal nicht einmal Wasser und schon gar keinen Strom. Dafür bezahlt ihr aber auch nur niedrige Platzgebühren.

Allerdings gibt es auf den Kanarischen Inseln auch eine geregelte Möglichkeit des freien Campens, die es so auf dem Festland nicht gibt: in sogenannten „Zonas de Acampada“, die teilweise auch Ver- und Entsorgung haben, könnt ihr kostenlos bis zu 7 Tage Camping machen, ihr müsst euch nur vorher bei der zuständigen Umwelt-Abteilung der Inselverwaltung anmelden. Das erschwert natürlich die Planung und behindert die Spontanität, sorgt aber für ausreichende Stellflächen und ist auch aus Sicherheitsgründen wohl notwendig. Meist liegen diese Zonas aber im Inselinnern in über 500 m Höhe.

Natürlich gibt es auf den Inseln auch einige richtige Campingplätze, die jedoch alle nicht den Standard vom Festland haben. Sie bieten Ver- und Entsorgung für Wohnmobile sowie Stromanschlüsse. In den Wintermonaten sind die meisten davon jedoch geschlossen.

Und schließlich gibt es natürlich noch viele Parkplätze, die zum Übernachten geeignet sind.

Freies Stehen am Strand wird für ein, zwei Nächte toleriert. Wochenlanges freies Stehen ist aber nur noch an ganz wenigen Stellen möglich.

Noch etwas zum Wetter: wer hier überwintern will, kann an den Küsten im Südteil der Inseln immer mit brauchbarem Wetter rechnen, meist trocken mit Temperaturen um 20°C. Sobald man in die Berge fährt, kann es sowohl auf Teneriffa als auch auf Gran Canaria schon mal schneien. Auf den Nordhälften der Inseln ist es häufiger mal bewölkt und erheblich feuchter. Die meisten Stellplätze findet ihr deshalb auch jeweils im Süden.

In unseren Stellplatzführern findet ihr zu den einzelnen Plätzen ausführliche Beschreibungen. Wir haben alle Plätze selbst besucht und verwenden nur eigene Bilder. Besonders aussagekräftig finden wir unsere 360°-Bilder, die einen schönen Rundumblick ermöglichen.