2018 0213 Santa Cruz Karneval

Tag 79 – Dienstag, 13. Februar 2018
Santa Cruz de Tenerife – Karneval

Das wollten wir uns doch nicht entgehen lassen, wo wir das doch noch rechtzeitig nach Teneriffa geschafft hatten: Den Karneval live erleben.

Der Karneval auf Teneriffa gilt als zweitgrößter der Welt. Nur Rio de Janeiro kann sich mit Teneriffa messen. Nicht mal das Rheinland, das in Deutschland traditionell den Karneval beherrscht, kann der größten Kanareninsel bei diesem Thema das Wasser reichen.

Also setzten wir uns kurz nach Mittag in Gang und liefen zum Bus, ca. 500 m entfernt.

Die Fahrt in die Stadt kostete 2,50 € für beide.

Wegen der vielen Absperrungen fuhr der Bus in der Stadt nicht die Originalroute, so dass wir unversehens an der Endstation, nämlich dem Busbahnhof  landeten.

Direkt am Busbahnhof befand sich praktischerweise eine Tourist-Information.

Peter stürmte auch gleich rein, erhielt einen Plan von Santa Cruz, wo der Verlauf des Umzugs eingezeichnet war.

Von dort liefen wir dem Umzug entgegen. 

Es war viel los, die meisten Leute ob groß, klein, jung, alt war kostümiert.

Wir nahmen einen kleinen Umweg, nämlich die Bodega Candido. Uns hatte Hunger und Durst in die 2. Reihe verschlagen, weil wir ungern in dem allgemeinen Trubel sitzen wollten.

Die dortige Toilette war sehenswert. Lobenswert war, dass man Platz für die Toilettenschüssel gelassen hatte, zwischen all den Stühlen, Getränkekisten ….

Klar, das Fernsehen war auch schon da …

Bald danach kamen auch schon die ersten Gruppen, später auch Wagen mit prächtiger Ausgestaltung und sehr hübschen „Frontfrauen“.

Irgendwann hatten wir genug von dem Gedränge. So zogen wir weiter und ergatterten etwas später super Plätze direkt an den vorbei ziehenden Gruppen und Wagen.

Zwei Mal konnte Eva einen „Kerl“ ergattern, Peter musste das fotografieren.

Insgesamt genossen wir über 3 Stunden das bunte und häufig sehr laute Treiben. Inzwischen war es auch schon dunkel geworden. Die letzten Wagen machten den größten Lärm, sprich Musik.

Hinter dem letzten Wagen fuhr der sprichwörtliche „Besenwagen“; die Straßenreinigung trat in Aktion.

Das war auch nötig, denn die Hinterlassenschaften waren nicht zu übersehen und wären nur mit dem Besen nicht zu beseitigen gewesen.

Für die Rückfahrt nach Las Teresitas wollten wir wieder den Bus 910 nehmen, fanden auch zunächst die „Bedarfs-Haltestelle“ – aber kein Bus kam.

Da überlegten wir – aber nur sehr kurz – zu Fuß nach Hause zu gehen, aber die 7 Kilometer in dunkler Nacht schreckten uns dann doch.

So liefen wir weiter bis zur nächsten Haltestelle, eigentlich in der Absicht und Hoffnung, ein Lokal für ein Bierchen und Toilettengang zu finden. Beides fanden wir nicht. Wir waren schon versucht, ein Taxi anzuhalten. Das war aber dann doch nicht notwendig, denn der Bus kam gefühlte Stunden später  mit einiger Verspätung. Er war proppe voll, wir mussten vorne beim Fahrer im Eingang stehen.

Von der End-Haltestelle Las Teresitas liefen wir am Strand entlang zurück zu KNUT. Dabei ertappten wir ein WoMo-Pärchen beim Entleeren der Toilette. Das hatte man wohl „ordnungsgemäß“ im normalen WC erledigt, das Spülen erledigte man jedoch an der Fußdusche, indem man den Toiletten-Auslass direkt in den Hahn schob und das „Spülwasser“ an den Strand kippte. Eva ließ sich darüber ziemlich laut und ungehalten aus – ist doch ’ne Schweinerei. Da darf man sich nicht wundern, wenn die Wohnmobilisten immer unbeliebter werden.

Wir hatten natürlich fleißig fotografiert, Eva hatte mindestens 2 Akkus und Peter 1 Handy-Akku leer geknipst. Das gab also jede Menge Fotos, hoffentlich sind auch einige etwas geworden, zumal wir oft über diverse Köpfe hinweg fotografieren mussten.

P. S. Insgesamt zählten wir über 600 Fotos …

Author: Peter Colditz

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