2018 0216 Playa Almaciga-Punta del Hidalgo (Teneriffa)

Donnerstag, 16. Februar 2018 – 82. Tag.
Wir verlassen Playa de Almaciga und fahren nach Punta del Hidalgo.

Die laute Brandung hat uns nicht den Schlaf rauben können; auf der neben uns verlaufenden Straße war nachts auch kein Betrieb gewesen.

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Achtung Strömung

Dieser Mann stellte nur seine Füße ins Wasser. Das war auch gut so, denn Schwimmen ist bei der hier herrschenden Strömung nicht unbedingt empfehlenswert.

Die Warnung sollte man ernst nehmen. Auf den Kanaren gab es 2017 über 80 tödliche Badeunfälle.

Wir starteten heute erst gegen Mittag, denn wir wollten nicht so lange fahren. Bis Eva aufstand, aktualisierte Peter in Facebook unser „Kanarenbuch“.

Vollkommen schmerz befreit diese Mädels: auf der Straße schnell mal das Handy checken …

Ein Teil der gestrigen Strecke mussten wir auf gleichem Weg zurück fahren Dann bogen wir Richtung El Bailadero/Las Mercedes/La Laguna von der TF-134 auf die TF-12 rechts ab.

Das war wieder eine Kurverei: eng, dunkel, rauf und runter.
In einem einspurigen Streckenabschnitt kam uns ein Reisebus entgegen, an dem wir nicht vorbei gekommen wären. Da der Bus kurz hinter einer Ausweichbucht stand, setzte er freundlicherweise zurück und wir konnten passieren.
Lange fuhren wir durch die einzigartigen Lorbeer-Wälder auf Teneriffa.
Für die ganze „Plackerei“ wurden wir mit einigen grandiosen Aussichten belohnt. Einmal konnten wir nach Santa Cruz und San Andrés hinunter gucken; das war schon ein tolles Erlebnis.
Am Cruz del Carmen hielten wir nicht an, da die Parkplätze voll belegt waren.
Von hier starten viele Wanderwege ins Anaga-Gebirge.
Hierzu sollte man sich jedoch anmelden, da sonst eine empfindliche Geldbuße droht.

In Las Mercedes hatten wir das Anaga-Gebirge, und damit den Naturpark verlassen. Bei einem Stopp am Ortseingang checkten wir noch einen Stellplatz, der uns aber nicht besonders gut gefiel. 

Über Las Canteras fuhren wir hinunter ans Meer.

Hier bekamen wir zunächst einen Schreck: 35 % Steigung? Zum Glück nicht für unsere Straße, sondern der Abzweig rechts war betroffen.
Tegueste war dann schon ein etwas größerer Ort.
Ein Denkmal durfte im Zentrum natürlich nicht fehlen.
Hier schien ein großer Bedarf an Zahnärzten zu sein, so groß wie der Hinweis war.
Am Straßenrand sahen wir auch eine alte „Bauruine“.

Endlich gab es auch einen Hinweis auf Punta del Hidalgo, den wir lange vermisst hatten.

Bajamar erreichten wir über eine – endlich – gut ausgebaute Straße. Im Ort selbst fuhren wir Richtung Hafen. Wir wollten mal sehen, ob wir dort stehen können.

Der Hafen gehört zu einem Yachtclub – mit einer Schranke davor. Peter wollte schon umdrehen, da kam der Wachmann raus und öffnete die Schranke und ließ uns aufs Gelände. Prima dachten wir, jetzt haben wir einen ganz tollen Stellplatz.

Also Motor aus, Peter stieg aus, um eine Runde zu drehen, während Eva das 2. Frühstück zubereiten wollte. Daraus wurde nix. Der Wachmann hatte uns nur rein gelassen, damit wir es mit dem Umdrehen einfacher hatten. So viel Freundlichkeit belohnten wir beim Rausfahren trotzdem mit „muchos gracias“.

Das Meerwasserschwimmbad in Bajamar.
Inzwischen befanden wir uns auf der TF-13 –  weiter in Richtung Punta del Hidalgo.
Der Campingplatz Punta del Hidalgo hat nur im Sommer und an Fest-/Feiertagen geöffnet.

http://www.kanarenbuch.de/poi-4009-camping-punta-del-hidalgo

 

Nach drei Mal im Karree fahren fanden wir dann auch unser Plätzchen, direkt am Meer in der Nähe des Leuchtturms Faro del Hidalgo.
Vor und hinter uns standen bereits einige WoMos, alles Spanier.
Endlich konnten wir mal wieder unsere Stühle rausholen.
Ein wunderschöner Abendhimmel ließ unseren Tag dann ausklingen.
Das Rauschen des Meeres begleitete uns in den Schlaf.

https://de.wikipedia.org/wiki/Punta_del_Hidalgo

 

Der Faro de Punta del Hidalgo ist ein Leuchtturm im Nordosten der Kanareninsel Teneriffa. Er steht in der Gemeinde San Cristóbal de La Laguna. Der Leuchtturm hat eine Reichweite von 16 Seemeilen. Er wurde 1992 nach Plänen des Architekten Hidalgo Ramiro Rodriguez-Borlado innerhalb weniger Monate errichtet und 1994 in Betrieb genommen. Durch seine reinweiße Farbe kontrastiert er mit den dunklen Bergen des Anaga-Gebirges im Hinterland.

Die Punta del Hidalgo vorgelagerten Klippen waren einmal Teile eines Korallenriffs. Noch heute kann man mit etwas Glück rote und braune Korallen-Bruchstücke finden. Und bei Ebbe sieht man in den Pfützen Menschen liegen, die sich hier im warmen Wasser der Sonne preisgeben: Badewannen-Feeling der ganz besonderen Art!

Wind, der kontinuierlich immer übers Meer und die Küste weht,  ist der Grund, warum sich gerade die etwas extremeren Surfer hier her begeben. Kitesurfer und Surfer bestimmen das Bild vor der Küste. Es sind die gesuchten langen Wellen, die perfekten Wellen, die die Surfer hier vorfinden, immer auf der Suche nach der für sie perfekten Welle in der Nähe des Leuchtturms.

Und noch eine Sportart hat sich hier etabliert: Paragliding. Am Ende der Landzunge vor den Klippen unterhalb der spektakulären Aussichtsplattform starten die Paraglider mit ihren bunten Schirmen.

Der Ort Punta del Hidalgo selbst ist ein bevorzugter Ausgangspunkt für Wanderungen in das Anaga-Gebirge, nach Chinamada oder nach Las Carboneras. Es gibt neuerdings auch einen neu angelegten, gut ausgeschilderten Wanderweg von Punta del Hidalgo nach Chinamada.

Viele Kurven, wenige Kilometer, lange Fahrzeit:

 

 

Author: Peter Colditz

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