2018 0220 El Sauzal-Puerto de la Cruz

Tag  86 – Dienstag, 20. Februar 2018
El Sauzal – Puerto de la Cruz

Morgens begrüßte uns herrlicher Sonnenschein. Der Teide war super gut zu sehen.

Die vorbeifahrende Policia hatte uns in Ruhe gelassen.

Was wir heute nötig hatten war Gas. Dafür hatte Peter eine Disa-Tankstelle ausgekundschaftet. Um dahin zu kommen, hatten wir noch einiges „abzuarbeiten“, sprich einige POIs anzufahren.

Mal durften wir gar nicht dorthin wo wir hin wollten „No acceso al Mar“ – das hätten wir aber schon gern gewollt …

… oder „solo peatonal“ – das traf auf uns ja nicht zu.

An anderer Stelle war uns die Zufahrt nicht geheuer, dass wir uns gesagt haben: Lieber nicht!

Unterwegs sahen wir häufig Häuser, die sich selbst und dem Verfall überlassen waren. Aber die Natur holt sich immer wieder ein Stück zurück und begrünt dann ein löcheriges Dach.

Oft waren die Ortsschilder kunstvoll als Mosaik gestaltet.

Oder ein schnödes altes Tor wurde mit einem Grafitti verschönt.

La Matanza begrüßte uns mehrmals bei der ersten Durchfahrt auf der Suche nach einer Tankstelle; dort suchten wir den richtigen Weg.

Um die Disa-Tankstelle in La Matanza zu erreichen, mussten wir auf der Schnellstraße erst mal ein Stückchen entgegengesetzt fahren. Sehen konnten wir sie schon, aber auf der anderen Seite.

Dann waren wir richtig.

Wo sich die entsprechende Tanksäule befindet ist leicht erkennbar: an der Tanksäule steht „AutoGas“ und der Platz davor ist gelb markiert, was in Spanien ja absolutes Parkverbot bedeutet.Das Gas tanken selbst war kein Problem, wurde ganz „fachmännisch“ von einem Tankwart erledigt.

Hier entdeckten wir auch eine Kuriosität bzw. altertümliche Zapfsäule.

Immer wieder sahen wir Kunst am Straßenrand. Allerdings war uns nicht immer klar, was es darstellen sollte.

Auf dem Weg nach Puerto de la Cruz kamen wir durch Santa Ursula, was wir an dem Pflanzenschriftzug erkannten.

Manche Straßen waren noch geschmückt, wahrscheinlich handelte es sich um Überbleibsel vom Karneval.

HEIDI wollte uns durch eine Unterführung schicken, an der keine Höhen- und Breitenangabe stand. Peter: Nee, da fahre ich nicht durch! Also weiter geradeaus. Damit hatte er wohl recht, hier wären wir wahrscheinlich stecken geblieben. Das war augenscheinlich vor uns schon einigen passiert.

Auf dem Weg hinunter nach Puerto sahen wir ein großes Gebäude, in dem jede Menge WoMos standen; allerdings war kein Firmenschild oder Ähnliches zu sehen, so dass wir nicht sagen können, ob es nur ein Händler oder vielleicht einer mit einer angeschlossenen Werkstatt war.

Irgendwann sollten wir wieder einen POI anfahren, dafür ging es aber heftig bergab und brachte nichts.

Die Straße führte uns wieder nah an die Natur.

Das war aber wenig zielführend – also zurück, was uns ja so gar nicht liegt.

Puerto de la Cruz sahen wir bereits von „oben“ und erahnten die Größe des Ortes. Wobei der Ort selbst häufig nur als „Puerto Cruz“ betitelt wird.

Wir nahmen Abfahrt #32 an der TF-5 in der Hoffnung – und auf HEIDI vertrauend – dass dies richtig war.

Wir wurden von einigen Bauruinen – oder doch nur Rohbauten? – begrüßt.

In Puerto sollten wir durch eine 3 Meter hohe Unterführung fahren – auch hier verweigerte Peter HEIDI den Gehorsam …

Um auf den Campingplatz zu kommen, unternahmen wir eine ausführliche Stadtrundfahrt – weil HEIDI es so wollte.

An etlichen Reklamen etc. merkten wir: Hier war (fast) alles fest in deutscher Hand.

Am Caravaning Club Chinec angekommen standen wir zunächst vor geschlossenem Tor.Zum Glück wollte gerade eine Frau den Platz verlassen und konnte uns rein lassen.Das war knapp, sonst hätten wir uns wie der Österreicher irgendwo draußen an die Straße stellen müssen.

Peter probierte die Dusche aus, die leider kalt war.Ebenso gab es nur kaltes Wasser für‘s Abwaschen. Na, das konnte ja heiter werden.Grillen werden wir hier sicherlich nicht.Wir wurden in die äußere linke Reihe eingewiesen; der Platz war für KNUT groß genug bemessen.Abends machten wir noch einen Stadtrundgang. Der Durst ließ uns Halt machen in der The Gramophone Bar.

Da es hier nur englischsprachiges Fernsehen bei der Fußballübertragung gab, blieben wir nicht. Das Restaurante La Compostelana gefiel uns viel besser.

Beim Essen konnte Peter Fußball gucken, aber nicht bis zum Ende. Es fing nämlich kräftig an zu regnen. Deshalb musste der Fernseher mit der spanischen Übertragung (Barcelona – Chelsea) abgebaut werden, da er im Regen stand. Der parallel laufende Fernseher mit der deutschen Übertragung (Bayern – Besiktas) wurde kurzerhand auf den spanischen Sender umgestellt – ganz schön unfair wie wir fanden.

Während der ganzen Zeit musste eine Flasche Vino Tinto ihren Inhalt hergeben.

Und so waren wir heute unterwegs: Wieder nicht viele Kilometer geschafft, dafür aber viel gesehen:

 

 

 

Author: Peter Colditz

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