2018 0222 PuertoDeLaCruz-Las Aguas Wandern

Tag  88 – Donnerstag, 22. Februar 2018
Puerto de la Cruz Wandern nach Las Aguas

Der morgendliche Himmel versprach keine Aussichten auf gutes Wetter; aber ganz weit hinten am Horizont war ein Stückchen blauer Himmel zu sehen.

Unser heutiges Ziel war Las Aguas. Um dort hin zu gelangen, mussten wir zunächst mit dem Bus fahren. Dazu waren wir mit Matthias und Babsy für ca. 10 Uhr vor deren Haus verabredet, um dann gemeinsam zum Busbahnhof zu laufen.

Auf dem Weg sahen wir einen Mann, der seinen Papagei unbedingt „an die Frau“ bringen wollte. Aber es war eine Frau die sich nicht traute.

Dabei war das Tierchen doch ganz friedlich …

Der alte Busbahnhof ist seit Jahren stillgelegt. Es soll ein neuer  gebaut werden; bereits seit Jahren werden (nur) Pläne geschmiedet. Scheinbar geht es jetzt aber los. Hierzu ein Presseartikel vom 21.02.2018
teneriffa – Die Inselverwaltung hat in ihrer Ratssitzung vom 6. Februar endlich grünes Licht für den Bau des neuen Busbahnhofs in Puerto de la Cruz gegeben.
Der Bauauftrag wurde an die Arbeitsgemeinschaft UTE Estación de Guaguas Puerto de la Cruz vergeben, der für die Ausführung des Bauauftrags eine
Frist von 12 Monaten gesetzt wurde. Die Bauarbeiten sollen unverzüglich beginnen. Der 2,1 Millionen Euro teure Busbahnhof soll mit 20 Parkbuchten
für Busse – 10 davon überdacht und für das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste gedacht – ausgestattet werden.

Auch heute noch fahren die Busse an ganz normaler Straße ab, wo  Wartende auf dem Bürgersteig den „normalen“ Fußgänger ständig im Weg stehen.

Der Bus 325 kam pünktlich. Die Fahrt hätte einfach 2,70 € pP gekostet, Matthias und Babsy hatten jedoch eine Sammelkarte, was den Fahrpreis auf 2,50 € für jeden reduzierte!

Wir hatten Glück, im Bus einen Sitzplatz zu ergattern, denn ebenfalls eingestiegen war eine Wandergruppe samt Wanderführer.

Die Busfahrt war für uns fast eine Stadtrundfahrt. Dadurch konnten wir Puerto de la Cruz auch mal von oben sehen.

Nach kurzer Fahrzeit stiegen wir an der Station La Rambla aus.

Wir ließen es gemütlich angehen. Die Gegend war recht ländlich bzw. naturbelassen. Wie fast überall, erfolgt die Wasserversorgung überirdisch.

Die Landschaft und Ausblicke begeisterten uns.

Wir kamen an einer alten Weinverarbeitung vorbei. Das wollten wir uns natürlich aus der Nähe ansehen. Deshalb: Einen Arbeiter nett gefragt – und schon waren wir drin.

Eindeutig-zweideutige Zaundeko.

Manchmal war der Weg nicht nur abschüssig, sondern auch noch mit Natursteinen gepflastert.

Aber auch solche Wege gab es:

Verschnaufpause an einem Ausguck.

Diese Palme wurde wahrscheinlich nur noch durch das Drahtseil, das am Haus befestigt war, aufrecht erhalten.

Alle Häuser waren zum Meer hin ausgerichtet.

Unter den alten Häusern konnte man durchgehen, die Decken waren mittels Holzbalken abgestützt.

Einige Häuser hatte man sehr schön hergerichtet.

Der Weg hier war auch für Familien geeignet.

In den Hang gebaute Häuser: Mal so …

… mal so.

Fiffi guckte nur und ließ uns durch.

Dieses Anwesen hatte wohl seine beste Zeit schon hinter sich.

Dieses war sicherlich vor Jahren ein stattliches Anwesen. Aber zur Erhaltung fehlt häufig das Geld, ebenso zur Restaurierung.

Mauerverschönerung  – im wahrsten Sinne des Wortes – auf natürliche Art und Weise.

Hier der Hinweis: Immer schön an der Wand entlang.

Dieses Haus erregte unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Wie kann man in so einem schmalen Haus wohnen? Es war leider niemand daheim, den wir hätten fragen können.

Hier hätten wir nun wirklich keine Angler vermutet. Aber scheinbar gibt’s die überall.

Das lag es, unser heutiges Ziel: Las Aguas.

Pflanzenvielfalt auf engstem Raum: Affenbrotbaum, Geranien, Weihnachtsstern … , es wird auch die kleinste Lücke bzw. gerade Fläche zur Anpflanzung von Blumen etc. genutzt.

So ließ es sich genüssliche wandern.

An dieser Wasserstelle floss schon lange kein kühles Nass mehr.

Dieses – von außen – altes Haus überraschte uns. Es war doch tatsächlich bewohnt, wie wir mit einem Blick in’s Schlaf- und Wohnzimmer erkennen konnten.

Im Schwimmbad war nix los. Es war nämlich bereits seit Jahren geschlossen und verrottete so vor sich hin.

Endlich, Las Aguas war erreicht. Im Restaurant El Soltano aßen wir reichlich zu Mittag. Zum draußen Sitzen war es uns zu frisch, wir zogen die Gaststube vor.

Aus dem fangfrischen Angebot suchten wir uns den größten Fisch aus – sollte ja auch für 4 Personen reichen.

Die Wartezeit bis zum Essen vertrieben wir uns mit einem Gläschen Rotwein.  In der Mitte des Tisches „unser“ Fisch, stolz präsentiert vom Wirt.

So sah der gevierteilte Fisch aus, als er endlich auf den Tisch kam. Das hier war übrig geblieben.

Zwecks besserer Verdauung genehmigten sich Matthias und Peter einen  Zaperoco, der eine Schicht Licor 43 Tia Maria enthält. Zaperoco (Kanarischer Espresso) ist eine typisch kanarische Kaffee-Zubereitungsart. Wer anstelle Licor 43 Tia Maria verwendet, hat sich einen Barraquito hergestellt. Hier war er allerdings nicht originalgetreu zubereitet. Eigentlich müssen die Schichten – jede für sich – gut zu erkennen sein.

Für den Rückweg nahmen wir fast den gleichen Weg. Aber erst einmal ging es bergauf mit uns.

In dieser kargen Landschaft gedeihten auch Blumen, die wir so noch nicht gesehen hatten.

An dem Plaza de la Rambla neben der Ermita de la Virgin del Rosario Siglo waren wir auf dem Hinweg schon vorbeigekommen. Jetzt nutzten wir diesen schönen Platz für eine kurze Pause.

Die Bank verleitete Eva, es sich für kurze Zeit bequem zu machen.

Ländliche Idylle.

Irgendwann kamen wir an einem Verschlag vorbei, aus dem viele Männerstimmen zu hören waren. Eva war neugierig und steckte ihre Nase in den Eingang und wünschte „Guten Appetit“. Klar wurde sie von den Männern entdeckt was dazu führte, dass wir alle hinein gebeten wurden, Blutwurst probieren und Rotwein trinken mussten. Es war auf jeden Fall lustig.

An der Haltestelle La Rambla kamen wir raus, wo wir auf der anderen Seite in den Bus stiegen.

Zur Einkehr in dem Restaurant an der Haltestelle hatten wir keine Zeit, denn der Bus musste jede Minute kommen. Von hier aus sind auch weitere Wanderungen möglich.

Für die Rückfahrt nahmen wir den Bus der Linie 363

Dieser Bus war wohl einer der neueren Bauart, denn einen USB-Anschluss in der Decke hatten wir noch nirgends gesehen.

Wir wurden auch nett verabschiedet – gern geschehen.

Zurück in Puerto beschlossen wir den Tag mit der Besichtigung von zwei Innenhöfen im Zentrum. Die waren wirklich schön hergerichtet.

Ein weiterer Innenhof beherbergte das Cafe La Casona. Bei dem Anblick fühlten wir uns nach Wien versetzt, zumal leise Cafehaus-Musik erklang.

Wir kauften noch Brot in der Panaderia Granier. Dort bekamen wir Brot, das dem Deutschen sehr ähnlich ist.

Kulturell wird in Puerto so einiges geboten. Hier eines der vielen Events.

In den kleinen Gassen findet man immer wieder kleine Restaurants.

An dieser Häuserwand-Malerei kamen wir das erste Mal vorbei.

Die Spanier essen – wie so ziemlich alle Südländer – erst sehr spät. Deshalb gelten auch abends noch die Essensangebote. Gern isst man hier Ziegenfleisch. Die typischen „kanarischen Kartoffeln“ dürfen natürlich nicht fehlen.

Autovermietungen gibt es ja auf der Insel wie Sand am Meer, auch mal eine – wie hier gesehen – im Garagenhof.

Fazit: Es war ein schöner Tag. Wir haben Ecken entdeckt, die wir ohne „Eingeweihte“ nicht gefunden hätten.

Die Tour ist auch denjenigen zu empfehlen, die nicht ganz so gut zu Fuß sind. Anforderungen sind gleich null.

Author: Peter Colditz

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