2018 0223 Ausflug zur Guachinche La Cernidera

Tag  89 – Freitag, 23. Februar 2018
Puerto de la Cruz Ausflug zur Guachinche la Cernidera

Schon wieder wandern?! Der Tag entwickelte sich aber eher zu einer Gourmet-Tour.

Aber das erst gegen Mittag. Vorher bewährte sich unser System „Gießkanne mit Plastiktülle“. Das klappte prima und war ohne „Hilfskraft“ zu bedienen.

Um 11 Uhr waren wir am „Busbahnhof“ verabredet. Mit dabei waren Matthias und Babsy sowie deren Nachbarn Rose-Marie und Rüdiger.

Am Busbahnhof herrschte das bekannte Chaos.  Am Handy vergewisserten wir uns erst noch, welcher Bus zu unserem Ziel fährt.

Aber: Wie einige andere Fahrgäste stiegen wir erst in den verkehrten Bus, wurden aber vom Fahrer darauf aufmerksam gemacht, dass ein Bus weiter vorne unser Ziel ansteuern würde. Wir hatten nicht bedacht, dass alle 30 Minuten die Bus-Linie wechselt.

Von der Bushaltestelle war es nicht weit zu laufen, allerdings an der Hauptstraße TF-217 entlang.

Auf dem Weg sahen wir wieder viele „Baukünste“, immer dicht am Barranco (Flussbett) gebaut.

Hätten wir keine Führung dabei gehabt, wie wären wahrscheinlich prompt vorbei gelaufen. Aufwändige Werbung wurde hier nicht betrieben.

Was sind Guachinchen? Die kanarischen Guachinchen sind am besten mit Heckenwirtschaften oder Straußenwirtschaften vergleichbar. Der Weinbauer öffnet seine Garage und stellt ein paar klapprige Stühle und Tische rein und kann hier seinen Wein verkaufen. Zusätzlich hat er die Möglichkeit 3-5 selbst zubereitete Speisen zu verkaufen. Die Guachinchen sind geduldet und obliegen nicht den strengen kanarischen Gesetzen der Bars und Restaurants auf Teneriffa. Jedoch ist nicht Guachinche = Guachinche. Viele Restaurantbesitzer schreiben einfach „Guachinche“ an ihr Lokal, weil der Tourist denkt, dies ist was typisch Kanarisches. In Wirklichkeit gibt es ganz normale Gerichte. Man kann davon ausgehen, dass es zum Beispiel in der Stadt Puerto de la Cruz keinen typischen Guachinchen gibt.

Es war wirklich eine sehr einfache Location – „unsere“ Guachinche la Cernidera (Carretera Provincial 4, Cuesta De La Villa, La Orotava , 38314 Teneriffa, Spanien, TEL +34 679 08 50 71).

Man gewährte uns auch einen Blick in die Küche, einfach aber blitzblank sauber.

Es wurden die Tellerstapel auf den Tisch gestellt, alles was wir bestellten befand sich in der Mitte des Tisches.

Jeder konnte sich nehmen, worauf er Appetit hatte.

Dem Rotwein sprachen wir recht fleißig zu. Der Kaffee wurde in einem Espresso-Kocher serviert; einschenken war Sache des Gastes.

Der Wirt kredenzte den Verdauungsschnaps – einen gelben Kräuterlikör (?) – selbst.

Allerdings war der Schnaps nicht jedermanns Geschmack. Jedenfalls Eva tat sich schwer und trank ihn erst nach gutem Zureden.

Auch wenn er nicht unbedingt nach unserem Geschmack war, aber er schien lustig zu machen.

Alles in allem machte die Rechnung für 6 Personen 102 €, war also durchaus erschwinglich. Unser Tipp: Unbedingt mal eine Guachinche besuchen und dort essen. Auch, wenn das Angebot überschaubar ist.

Unsere Verabschiedung wurde durch den Ruf „kommt schnell, draußen ist was los“ unterbrochen. Auf der Straße kam eine große Ziegenherde vorbei. Da steht natürlich alles andere still.

Danach konnten wir unsere Verabschiedung fortsetzen, was in Fotos mit dem Wirt und einem Gast endete.

Ein Gast, der vorher seinen Tisch für uns geräumt hatte, wollte unbedingt mit Peter fotografiert werden – na bitte …

… aber mit Eva auch!

So herzlich und natürlich sind die Einheimischen, genannt Tinerfeños.

Den Rückweg liefen wir zu Fuß hinab nach Puerto de la Cruz, zunächst die TF-31.

Von dem giftigen Rhizinus am Wegesrand ließen wir lieber die Finger (Sein Öl wurde und wird als leichtes Abführmittel oder beispielsweise für die Haarpflege benutzt. Dabei sind seine Samen in unbehandelter Form sehr giftig. In ihnen befindet sich mit Ricin eines der giftigsten Eiweiße, das in der Natur existiert. Als tödliche Dosis gelten 0,25 Milligramm.).

An dieser Straße herrschte doch sowieso Ruhe weil unbewohnt (?), manches Schild – wie dieses Hupverbot – erschien uns überflüssig.

Gesehen auf unserem Weg.

La Rosaleda Golf Club, Camino Carrasco, 13, E-38400 Puerto de la Cruz, Teneriffa, Spanien, Tel.: +34 922 37 30 00, Fax: +34 922 37 30 00, www.golflarosaleda.es

Die Stadt hatte uns wieder.

Ganz bekannt die Kirche PARROQUIA NTRA. SRA. DE LA PAZ (Calle Dr. Celestino Gonzàlez Padrón, 7, 38400 Puerto de la Cruz, Santa Cruz de Tenerife, Spanien, Telefon+34 922 38 29 90). Wir besichtigten nicht das Innere.

Hübsch angelegter Dachgarten mit Blick auf die Stadt.

Karneval-Deko in der Eingangshalle eines Hotels. Das hatten wir in Santa Cruz viel größer und schöner gesehen.

Künstlerisch gestalteter Briefkasten – mit Wachhund o:).

Soll noch einer sagen, nur junge Leute daddeln auch in der Gruppe nur auf dem Handy rum. Gestandene Personen können das auch.

Das Haus von Agatha Christie ….… steht in der nach ihr benannten Straße. (Agatha Mary Clarissa Christie, Lady MallowanDBE (* 15. September 1890 in TorquayGrafschaft Devon; † 12. Januar 1976 in Wallingford, gebürtig Agatha Mary Clarissa Miller) war eine britische Schriftstellerin. Die verkaufte Weltauflage ihrer Bücher soll über zwei Milliarden betragen, womit sie zu den erfolgreichsten Autorinnen der Literaturgeschichte zählt.)

Nachdem wir durch diese „hohle Gasse“ gegangen waren …

… wurden wir mit einem tollen Blick auf Puerto de la Cruz belohnt.

Vom Cafe Alba aus konnten wir auch die in den 1970er Jahren inmitten Puertos vom kanarischen Künstler César Manrique entworfene und erbaute Meerwasser-Badelandschaft sehen. Auf der Meerseite liegt unweit von San Telmo das Freibad Lago Martiánez. Das Freibad wurde in den 1970er Jahren inmitten Puertos vom kanarischen Künstler César Manrique entworfen und erbaut. Es ist eine riesige Badelandschaft direkt an der Atlantik-Küste. Eine Besonderheit des Lago Martiánez sind falsch herum einbetonierte Palmen. Die Kronen wurden im Boden befestigt, während die Wurzeln in die Luft ragen. Neutrale Betrachter suchen meist nach dem Sinn dieses Gebildes. Doch die Installation rangiert schlicht unter dem Begriff der Kunst, der ein Hinterfragen gemeinhin verbietet.

Im Cafe Alba kehrten wir ein und genossen z. B. Apfelstrudel mit Sahne. 

Cafe Alba sei allen empfohlen, die mal nicht nur deutsch hören sondern auch deutsch essen möchten: Calle Pitera 538400 Puerto de la Cruz, Teneriffa, Spanien, TEL +34 922 37 10 54.

Noch ein letzter Blick über Puerto de la Cruz …

… dann stiegen wir in die Tiefen der Stadt hinunter – es war inzwischen dunkel geworden.

Obwohl schon spät, hatten die Geschäfte noch geöffnet; es kann eben jeder Inhaber über seine Öffnungszeiten selbst entscheiden.

Abends geht hier die Post ab: Public Viewing ist hier total in.

Die Route unserer heutigen Tour im Überblick:

 

Author: Peter Colditz

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